Im Interview spricht er offen über seine künstlerische Entwicklung, den Einfluss seiner Gehörlosigkeit auf seine Arbeit und warum ihn gerade die visuelle Welt der Fotografie so fasziniert. „Die Gebärdensprache basiert stark auf visuellem Wahrnehmen – so, wie Gehörlose die Welt eben sehen. Das passt perfekt zur Fotografie. Deshalb habe ich mich auch in die Fotografie verliebt“, sagt Schneid.
Bereits im Alter von zwölf Jahren begann er mit der Kamera seines Bruders zu experimentieren. Aus anfänglicher Neugier wurde eine Berufung. „Es war ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden“, erinnert sich Schneid an seine ersten Schwarz-Weiß-Aufträge in der heimischen Dunkelkammer.
Ein besonderes Highlight seiner Karriere: die Deaflympics 2009 in Taipeh. Als einziger Fotograf des Weltverbands ICSD dokumentierte er in zehn Tagen 20 Sportarten – eine Herkulesaufgabe, aber auch ein Moment tiefer Dankbarkeit.
Auch abseits des Sports ist Schneid kreativ tätig. Ob Porträts, Kinder- oder Theaterfotografie – immer geht es ihm um das Einfangen von Persönlichkeit, Stimmung und Ausdruck. So fotografierte er unter anderem Schauspielikone Hanna Schygulla.
Schneid steht für Fotografie mit Tiefe, Präzision und Empathie. Das vollständige Interview mit ihm ist auf www.deafservice.de verfügbar.
Judit Nothdurft
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