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Pressemitteilung BoxID: 563350 (AvD Automobilclub von Deutschland e.V.)
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AvD warnt vor Abstandskillern

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .

- Mindestabstand ist Sicherheitsreserve
- Abstandskiller reduzieren den Anhalteweg der nachfolgenden Wagen
- AvD gibt Tipps für verkehrsgerechtes Verhalten

In letzter Zeit häufen sich Massenkarambolagen. Auch deshalb, weil der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Schuld sind oft Kolonnenspringer, Spurwechsler und Abstandskiller, die für einen vermeintlichen Vorteil jede Lücke nutzen. Die gleichen Kandidaten fehlinterpretieren das „Reißverschluss-System“ dahingehend, dass sie bis ganz nach vorn preschen und sich dann rücksichtslos zwischen die anderen drängen, weil sie meinen, man müsse sie vorlassen.

Dabei vergessen viele Autofahrer, dass zur Sicherheit die Faustregel „Abstand = halbe Tachogeschwindigkeit“ gilt, das heißt bei Tempo 80 im Berufsverkehr müssen 40 Meter zum Vordermann eingehalten werden. Und selbst bei Bummeltempo 50 im stockenden Verkehr sind es noch 25 Meter, also so lang, wie ein Lastzug mit Anhänger.

Doch weil sich der Anhalteweg aus Reaktionszeit und Bremsweg zusammensetzt, sind diese Abstände lebenswichtig. Das Aufleuchten des Bremslichtes kann nach Erkenntnissen von Stauforschern im dichten Verkehr schon zehn Fahrzeuge später zum Stillstand führen. Das bedeutet, jeder Meter Abstand ist entscheidend. Wer sich in die vorschriftsmäßigen Lücken drängt halbiert den Anhalteweg des nachfolgenden Fahrzeuges, der Abstandskiller bringt sich selbst und andere in große Gefahr.

Kolonnenspringer und Spurwechsler schaffen so viel Unruhe in die gleichmäßig rollenden Kolonnen, dass es ein paar Reihen weiter zu schweren Auffahrunfällen kommen kann, bei denen die Verursacher meist unbehelligt davon fahren, weil sie vom Ergebnis ihrer Fahrweise nichts bemerken.

Der AvD warnt davor, Kolonnenspringer und Drängler eigenmächtig zu ermahnen oder gar zu behindern. Dies kann ebenfalls zu einer Gefährdung anderer Autofahrer führen. Wer drängelnde Zeitgenossen bemerkt, sollte gelassen bleiben und wissen, dass sich die Abstandskiller keinen nennenswerten Vorsprung einfahren können – man kann aber selbst dazu beitragen, die Situation zu entschärfen.

Die Polizei verfolgt derartige Verhaltensweisen inzwischen übrigens nahezu unbemerkt mit kleinen Video-Kameras an Schilderbrücken und Überführungen. Wer da erwischt wird, kann bei schwerwiegenden Abstandsverstößen schnell zwei Punkte in Flensburg und saftige Strafen kassieren.

AvD Automobilclub von Deutschland e.V.