Laut der Aid Worker Security Database (AWSD) wurden seit dem Jahr 2000 mehr als 8.500 schwere Angriffe auf humanitäre Helfende registriert - umgerechnet fast ein Angriff pro Tag. Allein 2025 wurden 350 humanitäre Helfer*innen getötet, im laufenden Jahr bereits 83 (Stand: 11. August 2026). Insgesamt waren 2026 bereits über 200 humanitäre Helfer*innen von 133 schweren Angriffen betroffen. Dazu zählen Tötungen, Entführungen, Festnahmen, Angriffe mit schweren Verletzungen sowie sexualisierte Gewalt.
Auch Mitarbeitende und Partnerorganisationen von ShelterBox sind in ihren Einsatzgebieten einer erheblichen Gefahr ausgesetzt. Besonders betroffen sind lokale Kolleg*innen unserer Partnerorganisationen, wie z. B. PARC und MAP in Gaza, die nicht nur bei ihrer Arbeit, sondern auch in ihrem privaten Alltag täglich Risiken ausgesetzt sind. Drei von ihnen wurden bereits getötet.
ShelterBox begegnet den Risiken in den Einsatzgebieten mit umfassenden Sicherheitsstrategien. „ShelterBox nimmt seine Fürsorgepflicht den Mitarbeitenden gegenüber sehr ernst" so Richard Nixon-Eckersall, Head of Security bei ShelterBox. Vor jedem Einsatz durchlaufen die Teams ein umfassendes Vorbereitungstraining, das bei Bedarf um zusätzliche Schulungen für den Einsatz in besonders instabilen Umgebungen ergänzt wird. Auch Partnerorganisationen bietet ShelterBox Workshops zu Sicherheitsfragen an, abgestimmt auf die Prozesse vor Ort. Während des Einsatzes stehen den Teams durchgehend medizinische Notfallhilfe sowie Verantwortliche des Sicherheitsmanagements zur Verfügung. Nach jedem Einsatz folgt ein individuelles Debriefing durch geschulte Trauma-Risk-Management-Fachkräfte, deren Unterstützung auch darüber hinaus genutzt werden kann.