Gestartet war das zedita.zukunftsforum mit dem Anspruch, Wissen und Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzubringen und digitale Transformation verständlich und greifbar zu machen. Unternehmen, Organisationen und weitere Interessierte erhielten Raum für eigene Fragen, neue Perspektiven und gemeinsame Lösungsansätze. Daraus entwickelten sich Communitys, in denen sich die Teilnehmenden regelmäßig zu Datenkompetenz, Cyber Security, New Work und agilem Arbeiten sowie KI austauschten.
Die Formate orientierten sich an den jeweiligen Themen und Bedürfnissen: Kompakte Online-Mittagssessions ermöglichten die Teilnahme im Arbeitsalltag, während Workshops, Meetups und persönliche Begegnungen vor Ort Gelegenheit für vertiefende Gespräche boten. Eine digitale Community-Plattform ergänzte den Austausch über die einzelnen Veranstaltungen hinaus.
Insgesamt verzeichnete das Projekt bei 38 Meetups, 27 Veranstaltungen im Rahmen der KI-Wochen und fünf Innovationswerkstätten 1.502 Teilnahmen. Erreicht wurden 722 Personen aus 260 Unternehmen und Organisationen. Die Teilnehmenden kamen aus insgesamt 24 Landkreisen und Regionen.
Inhaltlich griffen die Communitys konkrete Herausforderungen aus dem Berufsalltag auf. Im Bereich Datenkompetenz ging es beispielsweise darum, Daten verständlich darzustellen, Studien einzuordnen und verzerrte Informationen zu erkennen. Die Cyber-Security-Community beschäftigte sich unter anderem mit der Sensibilisierung von Mitarbeitenden, sicheren Backups und dem Umgang mit Sicherheitsvorfällen. Bei New Work und agilem Arbeiten standen Unternehmenskultur, Führung, Veränderungsbereitschaft und die Zusammenarbeit verschiedener Generationen im Mittelpunkt.
Künstliche Intelligenz entwickelte sich im Projektverlauf zu einem verbindenden Thema über die Communitys hinweg. Veranstaltungen beleuchteten sowohl praktische Einsatzmöglichkeiten als auch Risiken und Fragen eines verantwortungsvollen Umgangs. Besonders gefragt waren die drei KI-Wochen, die unterschiedliche Zielgruppen zusammenbrachten und vielfältige Zugänge zur Technologie eröffneten.
Der Rückblick bei der Abschlussveranstaltung machte deutlich: Praxisnahe Impulse, persönliche Gespräche und der offene Erfahrungsaustausch waren zentrale Bestandteile der Projektarbeit. Neben neuem Wissen entstanden Verbindungen, die über einzelne Veranstaltungen hinauswirken. Die Cyber-Security-Community wird beispielsweise durch SEC360° weitergeführt.
Diesen Netzwerkgedanken griff auch Viola Heller in ihrer interaktiven Keynote „Netzwerken kann jeder – authentisch, nachhaltig, smart“ auf. Sie zeigte, dass erfolgreiches Netzwerken weder Extrovertiertheit noch einen perfekten Elevator Pitch voraussetzt. Vielmehr komme es darauf an, die eigenen Stärken zu kennen und Beziehungen authentisch und langfristig aufzubauen.
Eine praktische Übung zum eigenen Kommunikationstyp und konkrete Anregungen zur Kontaktaufnahme und Netzwerkpflege bezogen die Teilnehmenden aktiv ein. Auch LinkedIn wurde als Bindeglied zwischen digitalen Kontakten und persönlichen Begegnungen betrachtet. Begleitet wurde die Veranstaltung von Paula Föhr, die zentralen Gedanken und Ergebnisse des Nachmittags in einem Graphic Recording visuell festhielt.
Mit dem zedita.zukunftsforum 2.0 wird die Arbeit auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen und gewachsenen Netzwerke fortgesetzt. Bis August 2029 wird das Zukunftsforum als offener Innovations- und Lernraum für die gesamte Zukunftsregion Weserbergland+ weiterentwickelt. Vier miteinander verknüpfte Profile richten den Blick auf KI und Gesellschaft, KI und Arbeit, KI und Technologie sowie KI und Bildung.
Neben bewährten Veranstaltungen sind neue Formate und ein Podcast vorgesehen, um Wissen zugänglich zu machen und Erfahrungen aus der Praxis zu teilen. Die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wie dem Partnerprojekt „KI-Kompass Weserbergland“, dem Smart City Projekt des Landkreis Hameln-Pyrmont und der Volkshochschule Hameln-Pyrmont soll fortgesetzt werden. Vernetzung und persönlicher Austausch stehen dabei weiterhin im Vordergrund: Menschen aus unterschiedlichen Bereichen sollen ihre Fragen und Erfahrungen einbringen, voneinander lernen und gemeinsam neue Ideen entwickeln können.