Freitag, 20. Oktober 2017


Multiple Sklerose: Das Unsichtbare sichtbar machen – DMSG-Broschüre klärt über verborgene Symptome und palliativmedizinische Betreuung auf

Um die unsichtbaren Symptome der MS geht es in dem 28-seitigen Ratgeber, den der DMSG-Bundesverband gemeinsam mit der AMSEL, Aktion MS-Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg, zum Welt MS Tag 2016 erarbeitet und herausgegeben hat

Hannover, (lifePR) - „…die unsichtbaren Symptome sind schwer zu erklären und an manchen Tagen mag ich mich einfach nicht dafür rechtfertigen, dass ich nicht mehr kann. Andererseits finde ich es aber wichtig, über diese Seite der Multiplen Sklerose aufzuklären…“, Michaela M. (56) begrüßt die aktuelle Broschüre der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), die die verborgenen Krankheitszeichen der MS vorstellt und ihre Bedeutung für den Alltag MS-Erkrankter beleuchtet.

Seh- und Augenbewegungsstörungen, Schlafstörungen, Fatigue, Kognitionsstörungen, Depressionen, Sexualstörungen, Blasen- und Darmstörungen, Schmerzen, Sensibilitätsstörungen, Sprech-, Atem- und Schluckstörungen gehören zu den häufigsten Symptomen, die mit einer Multiplen Sklerose einhergehen.

Aufklärung und offene Gespräche helfen beim Umgang mit den unsichtbaren Symptomen und dabei, Vorurteile auszuräumen. Unterstützung gibt die neue DMSG-Broschüre „Unsichtbare Symptome der MS“. Sie macht die versteckten Symptome sichtbar, sie informiert und klärt auf, zeigt therapeutische Möglichkeiten auf und macht Mut, offen miteinander zu reden. Darüber hinaus finden sich Hinweise auf bereits veröffentlichte Broschüren, die einzelne Symptome tiefergehend betrachten.

Ein eigenes Kapitel widmet sich der palliativmedizinischen Betreuung, die die Lebensqualität von schwer an MS erkrankten Menschen, aber auch von deren Angehörigen deutlich erhöhen kann. Sie versteht sich als ein ergänzendes Angebot, mit dessen Hilfe Betroffene ganzheitlich und individuell betreut werden und das auch die pflegenden Angehörigen psychisch entlasten kann.

Ausgewiesene MS-Experten konnten für die fachliche Begleitung gewonnen werden: Prof. Dr. med. Thomas Henze, Ärztlicher Direktor des Passauer Wolf Reha-Zentrums Nittenau, und Prof. Dr. med. Raymond Voltz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin des Universitätsklinikums Köln. Die beiden Neurologen sind Mitglieder des Ärztlichen Beirates des DMSG-Bundesverbandes. In beeindruckenden Stellungnahmen berichten MS-Erkrankte selbst bzw. Angehörige über ihre Schwierigkeiten mit unsichtbaren Symptomen und ihrem Umgang damit. Im Rahmen der Projektförderung hat die BARMER GEK die Kosten für Layout und Druck übernommen.

Die Broschüre „Die unsichtbaren Symptome der MS“ kann über den Online-Shop des DMSG-Bundesverbandes unter www.dmsg.de und in den Geschäftsstellen der DMSG-Landesverbände bestellt werden.
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Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Hintergrund:
Der DMSG-Bundesverband e.V., 1952/1953 als Zusammenschluss medizinischer Fachleute gegründet, vertritt die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit Bundesverband, 16 Landesverbänden und derzeit 857 örtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angehörigen, 4.186 engagierten ehrenamtlichen Helfern und 251 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG rund 45.000 Mitglieder.

Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Christian Wulff, Bundespräsident a.D.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und auch zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen führt. In Deutschland leiden nach neuesten Zahlen des Bundesversicherungsamtes mehr als 200.000 Menschen an MS. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt.

MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar eine genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und früher Jugend für die spätere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss. Die Krankheit kann jedoch heute im Frühstadium günstig beeinflusst werden. Weltweit sind schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen an MS erkrankt.

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