VCD: Regionalverkehrsplan Region Stuttgart enttäuscht

Klimaschutzziele nicht erreicht

(lifePR) ( Stuttgart, )
Für wenig überzeugend hält der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs VCD den jetzt vorgelegten Entwurf des Regionalverkehrsplans der Region Stuttgart. Anstatt ein Konzept zu präsentieren, mit dem die dringenden Verkehrsprobleme der Zukunft im Ballungsraum Stuttgart angegangen werden könnten, konzentrierten sich die Planungen weiterhin vor allem auf den Aus- und Neubau von Straßen.

„Eine nachhaltige Verkehrspolitik sieht anders aus. Die Klimaschutzziele werden damit nicht erreicht“, kritisiert VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb den aktuellen Entwurf. „Während der Klimaschutzplan der Bundesregierung eine CO2-Minderung im Verkehrsbereich von 40 Prozent bis 2030 vorgibt, schafft der Regionalverkehrsplan nur eine Einsparung von rund 18 Prozent.“

„Der Regionalverkehrsplan ist nach wie vor zu sehr auf den Aus- und Neubau von Straßen ausgerichtet“, beklagt Matthias Lieb. So seien dort Maßnahmen wie der Nord-Ost-Ring oder die Filderauffahrt enthalten, während gleichzeitig mit verkehrsbeschränkenden Maßnahmen versucht werde, die negativen Folgen des Autoverkehrs zu dämpfen.

Auch zeigten sich die geringen Auswirkungen von Stuttgart 21. Matthias Lieb: „Trotz Milliardeninvestitionen in Stuttgart 21 kann damit der Anteil des öffentlichen Verkehrs (ÖV) nur um einen halben Prozentpunkt gesteigert werden.“

Deutlich größere Effekt als reine Infrastrukturmaßnahmen hätten die vorgeschlagenen verkehrslenkenden Maßnahmen wie Mobilitätsmanagement und Parkraumbewirtschaftung auf die Entwicklung der Verkehrsmittelwahl – ohne diese Elemente wären auch die klimapolitischen Ziele noch weiter verfehlt worden, stellt der VCD fest.

Das ganze Modell des Regionalverkehrsplans sei zu wenig an nachhaltigen Zielen ausgerichtet. Statt noch mehr Straßen müsse ein konsequenter Ausbau des regionalen öffentlichen Verkehrs im Vordergrund stehen, erklärt Lieb. Dann müssten auch nicht nachträglich verkehrslenkende Maßnahmen ‚aus dem Hut gezaubert werden’, mit denen plötzlich die Verkehrsverlagerung hin zu umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln gelingen solle, kritisiert der VCD. Würde man vielmehr an erster Stelle diese verkehrslenkenden Maßnahmen umsetzen, könne man weitgehend auf die Straßenbaumaßnahmen verzichten und die gesparten Mittel direkt in die Erweiterung des ÖVs stecken.

Denn wie der Ausbau der benötigen ÖV-Kapazitäten finanziert werden solle, nachdem zunächst massiv in neue Straßen investiert würde, beantworte der aktuelle Entwurf des Regionalverkehrsplans nicht, stellt Matthias Lieb abschließend fest.
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