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10.000 potenzielle Lebensretter

Neue Methode macht Spendervermittlung aus UKL-Stammzellspenderdatei wahrscheinlicher

(lifePR) (Leipzig, )
Meilenstein für die Stammzellspenderdatei am Universitätsklinikum Leipzig: Im Dezember 2018 erfolgte die 10.000. Typisierung eines potenziellen Stammzellspenders. Eine neue Methode bei der Typisierung der Gewebemerkmale der Freiwilligen macht im Falle einer Spendersuche deren Auswahl jetzt noch wahrscheinlicher.

Mit dem heutigen Tag sind in der UKL-Datei 10.706 freiwillige Spender erfasst, viele sind zugleich auch aktive Blutspender bei der UKL-Blutbank. "Das hat Vorteile", sagt Dr. Claudia Lehmann, Leiterin der Stammzellspenderdatei am UKL. "Oftmals liegt die Typisierung lange zurück und nicht wenige haben, wenn sie als Stammzellspender plötzlich in Frage kommen, diesen wichtigen Schritt bereits vergessen. Ist man hingegen regelmäßiger Blutspender bei uns, sieht man sich mit dem Thema 'Leben retten' immer wieder konfrontiert. Aktive Blutspender schrecken zudem nicht vor einem Pieks mit einer Nadel zurück, da sie mit dem Vorgang einer Blutspende vertraut sind."  Eine Vollblutspende sei zwar nicht direkt mit einer Blutstammzellspende vergleichbar, denn die Stammzellspende dauere länger, setze zudem eine vorherige Medikamenteneinnahme voraus. Dennoch mache es einen Unterschied, wie sehr man sich schon damit befasst hat, dass das eigene Blut einem kranken Menschen das Leben retten kann. 

Die Leipziger Stammzellspender werden seit 2017 auf DNA-Basis hochauflösend typisiert. Die Umstellung der Typisierung auf diese neue Methode macht die Vermittlung wahrscheinlicher: Im vergangenen Jahr konnten drei Stammzellspenden aus der Leipziger Datei realisiert werden, aktuell läuft die Vorbereitung für die erste Stammzellentnahme in diesem Jahr. "Wir bemerken einen Anstieg von Vermittlungsanfragen durch das zentrale  Knochenmarkspenderregister Deutschlands (ZKRD) seit Änderung der Typisierungsmethode. Diese ist genauer, spart Zeit bei der Spendersuche", erzählt Claudia Lehmann. Das ZKRD mit Sitz in Ulm umfasst in pseudonymisierter Form die Gewebemerkmale aller in einer deutschen Datei erfassten potenziellen Spender. Gibt es bei einem weltweit angefragten Transplantat für einen Patienten eine Überstimmung zwischen Empfänger und Spender, wird die dahinter stehende Datei angefragt und der potenzielle Lebensretter zu weiteren Untersuchungen dorthin eingeladen. "Ist der Spender gesund und stimmt er der Entnahme zu, erfolgt die Blutstammzell- bzw. Knochenmarkspende. Die Art der Entnahme richtet sich nach den Erfordernissen für den jeweiligen Patienten, diese Entscheidung gibt die transplantierende Einrichtung vor", beschreibt Claudia Lehmann.

Eine Registrierung als Stammzellspender ist ohne vorherige Anmeldung bei der UKL-Blutbank möglich: Die Spendeeinrichtung des Instituts für Transfusionsmedizin in der Johannisallee 32, Haus 8 hat montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Gern kann man mit der Typisierung eine Vollblutspende verbinden, denn was viele nicht wissen: Vor einer lebensrettenden Stammzelltransplantation wird das blutbildende System der Patienten durch eine Chemotherapie zerstört. Lange Zeit nach der Transplantation sind die Patienten noch auf die Gabe von Erythrozytenkonzentraten, aus einer Vollblutspende gewonnene rote Blutzellen, angewiesen.

Wer sich nur typisieren lassen möchte oder momentan kein Blut spenden darf, kann sich bei der Blutbank auch via Wattestäbchen unkompliziert über eine Speichelprobe registrieren lassen.

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Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als zweitältester deutscher Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen Infrastrukturen in Europa. Zusammen mit der Medizinischen Fakultät ist es mit über 6000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt Leipzig und der Region. Jährlich werden hier über 400.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die medizinische Praxis überführt werden.

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