Cotonea berät bei der Entwicklung der Plattform Textile Trust

Blockchain-Projekt mit IBM und Kaya&Kato

(lifePR) ( Bempflingen, )
Die erste Phase des Gemeinschaftsprojekts von IBM, Kaya&Kato und Cotonea mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist abgeschlossen. Für die Entwicklung der Blockchain-basierten Plattform Textile Trust liefert Textilhersteller Cotonea inhaltliche Expertise. Ziel ist es, Sicherheit und Transparenz in Textillieferketten zu gewährleisten.

Die Blockchain-Technologie ermöglicht es, die einzelnen Transaktionen innerhalb eines Prozesses als Datenblöcke (blocks) chronologisch in Form einer Kette (chain) aneinander zu hängen und mit entsprechenden Inhalten zu füllen. Im Fall der Textillieferkette speichert die Plattform Textile Trust Informationen über die jeweiligen Produktionsprozessschritte, die sich weder fälschen noch verändern lassen. Berechtigte können dann die Original-Inhalte abrufen.

Ein Experte für alle Inhalte: Cotonea erleichtert Entwicklungsprozess

Fast immer sind für jeweiligen Produktions-Abschnitte im Textilbereich – vom Anbau der Baumwolle bis zur Konfektionierung des Produkts – wechselnde Parteien zuständig. Das macht es unter anderem so kompliziert, wenn nicht unmöglich, die Produktionskette eines Textilartikels im Nachhinein nachzuvollziehen. Aus diesem Grund berät Textilhersteller Cotonea, der seit 2003 auf eine durchgängig faire und umweltfreundliche Produktion von Baumwolltextilien setzt, als Partner bei der Entwicklung von Textile Trust:

„Wir sind für alle Produktionsschritte verantwortlich und kennen sowohl die Sorgen des Farmers von unserem Anbauprojekt in Uganda, als auch die Fallstricke beim Mischen der Baumwollfasern. Wir wissen sowohl um die Wünsche unserer Näherinnen in Tschechien, als auch um Zusatzstoffe beim Färben“, erklärt Cotonea- Geschäftsführer Roland Stelzer.

„Ein Projekt wie Textile Trust muss alle Stufen der textilen Kette einbeziehen. Das Know-How kommt entweder von mehreren Mitwirkenden, die ihre jeweiligen, bereits komplexen Produktionsschritte vertreten und ein gemeinsames Verständnis aufbauen müssen. Eine ambitionierte Aufgabe. Oder die Inhalte liefert einer der wenigen übergreifend arbeitenden Hersteller von Biobaumwolltextilien wie Cotonea, der auch die Schnittstellen kennt.“

Mit einer einfachen App können Produzenten Inhalte übermitteln

In der ersten Entwicklungsphase, die einen zweitägigen Workshop und darauffolgend 2-3 Stunden Abstimmung pro Woche umfasste, steuerten Stelzer und sein Team dieses Wissen bei und konnten Ideen als mehr oder minder realistisch einschätzen und optimieren.

Die finale Version von Textile Trust wird eine Browseroberfläche und eine App beinhalten, anhand derer die Beteiligten einer Produktion ihre Daten fälschungssicher übermitteln können. Das System bezieht alle wichtigen Parameter wie Produktionsstandards und Zertifikate mit ein. Es verhilft so zu einer Transparenz im Materialfluss, vereinfacht Verwaltungsprozesse und Zertifizierungen. Die Blockchain- Anwendung ermöglicht, ohne Zusatzaufwand Informationen auch für Endkunden sichtbar zu machen und für die Kommunikation zu nutzen.

„Wir bei Cotonea sehen Vertrauenswürdigkeit – Trust – als einen der wichtigsten Werte“, gibt Stelzer zu bedenken. „Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten, deren Herstellung auf faire Weise und zum Vorteil aller Beteiligten geschieht, steigt. Das macht eine Fälschung von Zertifikaten, Greenwashing oder einfach nur das Weglassen von Fakten immer attraktiver. Es ist unabdingbar, mit wasserdichten Trackingsystemen wie Textile Trust dem Trend entgegenzuwirken.“

Aufruf zur Mitgestaltung

Acht Wochen hat die Entwicklung einer Demoversion (Minimum Viable Product) mit ausgewählten Grundfunktionen gedauert. Jetzt beginnt die Phase der Verfeinerung, zu der neben den bisherigen Beteiligten weitere Partner aus der Textilwirtschaft beitragen. Ziel ist die Marktreife von Textile Trust Mitte 2022. Interessierte Unternehmen können sich bei Kaya&Kato, IBM sowie Cotonea melden.

Über Kaya&Kato:
Kaya&Kato und Cotonea arbeiten seit Gründung von Kaya&Kato 2015 partnerschaftlich zusammen. Seit 2015 stellt das Unternehmen Arbeitskleidung aus innovativen Stoffen her und verbindet dabei schickes Design mit hochwertiger Qualität und konsequenter Nachhaltigkeit. Die Produkte werden aus Biobaumwolle hergestellt oder bestehen aus einem Polyester-Baumwollgemisch, für das recycelter Plastikmüll aus dem Meer verwendet wird. Kaya&Kato bietet einen transparenten Einblick in die komplexe Lieferkette der Textilwirtschaft, die Konfektion erfolgt ausschließlich in Europa. www.kaya-kato.de

Über IBM Blockchain:
IBM ist der Marktführer für Open-Source- und Cloud-basierte Blockchain-Konzepte für Business-Anwendungen. Seit 2016 haben hunderte Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen mit IBM Anwendungen und Netzwerke aufgebaut, die sich bereits im Produktiv-Betrieb befinden. IBM ist darüber hinaus Gründungsmitglied und Premier Member von Hyperledger. Mehr Informationen unter https://www.ibm.com/blockchain/de-de/platform/

Über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit & Entwicklung:
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) setzt sich in Deutschland und weltweit unter anderem für nachhaltigen Konsum und für transparente, nachhaltige sowie faire Lieferketten ein. Dazu zählen Initiativen wie das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf oder das Bündnis für nachhaltige Textilien. Das BMZ unterstützt das Kooperationsprojekt von Cotonea, Kaya&Kato und IBM zur Entwicklung einer Blockchain-basierten Dokumentation der textilen Lieferkette. Für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für Unternehmen erhöhen sich damit Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Vertrauen. www.bmz.de
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