Der Neubau war für den Kreisverband ein wichtiger Schritt. Die bisherigen Räumlichkeiten waren beengt und nicht barrierefrei. Gleichzeitig wuchs der Bedarf, die verschiedenen Angebote und Arbeitsbereiche des DRK besser miteinander zu verbinden. „Mit der neuen Geschäftsstelle können wir vieles an einem Ort zusammenführen und unsere Angebote weiterentwickeln. Gleichzeitig profitieren Mitarbeitende und Besucher von einer deutlich besseren Erreichbarkeit“, erklärt Rolf Karrais, Kreisvorsitzender des DRK-Kreisverbands Kehl.
Heute befinden sich unter anderem Verwaltungs- und Büroräume, die Sozialstation sowie Schulungs- und Funktionsbereiche in dem neuen Gebäude. Helle Räume, moderne Arbeitsplätze und ein Aufzug sorgen für ein zeitgemäßes und barrierefreies Arbeitsumfeld.
Wirtschaftlich und zukunftsfähig geplant
Für den DRK-Kreisverband war von Beginn an entscheidend, Wirtschaftlichkeit und langfristige Qualität miteinander zu verbinden. „Natürlich mussten wir auf die Kosten schauen. Gleichzeitig wollten wir kein Gebäude für den Moment, sondern eine Lösung, die auch in Zukunft zu unserem Kreisverband und seinen Aufgaben passt“, so Karrais.
Nach Gesprächen mit verschiedenen Partnern fiel die Entscheidung auf WeberHaus. Ausschlaggebend waren neben dem wirtschaftlichen Angebot auch das Gebäudekonzept und die Begleitung während der Planungsphase. „Die Zusammenarbeit mit WeberHaus hat reibungslos funktioniert. Wir wurden sehr gut betreut und unsere Anforderungen wurden aufgenommen und umgesetzt“, berichtet Karrais.
Gerade bei gewerblichen und öffentlichen Gebäuden unterscheiden sich die Anforderungen deutlich vom klassischen Wohnungsbau. Zahlreiche baurechtliche Normen und Richtlinien müssen berücksichtigt und die jeweiligen Nutzungen bereits in einer frühen Planungsphase detailliert betrachtet werden. Deshalb prüft WeberHaus Anfragen im Objektbau individuell auf ihre Umsetzbarkeit.
Beim DRK-Projekt war diese intensive Begleitung besonders wichtig. Im Laufe der Planung mussten verschiedene baurechtliche Herausforderungen gelöst werden, zwischenzeitlich änderte sich sogar der vorgesehene Standort. Gemeinsam entwickelten Bauherr und WeberHaus das Projekt weiter, bis die passende Lösung gefunden war.
Vom Baubeginn bis zum Einzug in wenigen Monaten
Am 28. Februar 2025 begannen die Bauarbeiten für die neue Kreisgeschäftsstelle. Dank der weitreichenden Vorfertigung in Holzfertigbauweise konnte das Projekt zügig umgesetzt werden. Bereits am 12. November 2025 wurde das fertiggestellte Gebäude an den DRK-Kreisverband übergeben. Nur wenige Wochen später, am 2. Dezember 2025, erfolgte der Einzug in die neuen Räumlichkeiten.
Damit lagen zwischen Baubeginn und Übergabe lediglich rund achteinhalb Monate. Gerade für Bauherren, die ihre neuen Räumlichkeiten zeitnah benötigen und Planungssicherheit wünschen, ist die kurze und gut kalkulierbare Bauzeit ein wesentlicher Vorteil der Holzfertigbauweise.
Holzfertigbauweise als Teil des Nachhaltigkeitskonzepts
Ein wesentlicher Bestandteil der Planung war die Frage, wie sich der Neubau möglichst nachhaltig und energieeffizient realisieren lässt. Der DRK-Kreisverband entschied sich bewusst für die Holzfertigbauweise. „Auch als Deutsches Rotes Kreuz wollen wir unseren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. Deshalb waren Energieeffizienz und die Wahl des Baustoffs wichtige Punkte bei der Planung“, sagt Karrais.
Die Holzfertigbauweise verbindet den nachwachsenden Baustoff Holz mit einem hohen Grad an Vorfertigung. Die großformatigen Wand-, Decken- und Dachelemente werden unter kontrollierten Bedingungen im Werk gefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert. Das ermöglicht präzise Abläufe und eine vergleichsweise kurze Bauphase vor Ort.
Für den späteren Gebäudebetrieb spielt insbesondere die hochgedämmte Gebäudehülle eine wichtige Rolle. Sie reduziert den Energiebedarf und trägt damit langfristig zu niedrigen Betriebskosten bei. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine Photovoltaik-Anlage sowie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die eine effiziente und möglichst ressourcenschonende Energieversorgung unterstützen.
Auf Wunsch des Bauherrn erhielt die neue Geschäftsstelle außerdem ein begrüntes Flachdach. Damit fügt sich ein weiterer Baustein in das Nachhaltigkeitskonzept des Gebäudes ein.
Für Rolf Karrais ist die Fertigstellung weit mehr als ein Umzug: „Mit der neuen Kreisgeschäftsstelle hat für uns eine neue Ära begonnen. Das Gebäude schafft die Voraussetzungen dafür, dass wir unsere Arbeit weiterentwickeln und auch in Zukunft für die Menschen in der Region da sein können.“
Mit dem Neubau in Kehl zeigt sich zugleich, welche Möglichkeiten die Holzfertigbauweise im gewerblichen und sozialen Objektbau bietet. Individuelle Anforderungen an Nutzung, Wirtschaftlichkeit und Architektur lassen sich mit einer energieeffizienten und nachhaltigen Bauweise verbinden.