Mittwoch, 13. Dezember 2017


RugMark stellt GoodWeave(TM) vor

Domotex 2010

Hannover, (lifePR) - Anknüpfend an 15 Jahre Kinderschutz und die Förderung ethischer Teppichproduktion stellt RugMark International auf der größten Messe für Teppiche - der Domotex in Hannover - das neue GoodWeave-Siegel vor. Das neue Siegel vereint die Zertifizierung von Teppichen ohne Kinderarbeit mit strengeren sozialen und ökologischen Standards.

Wie das RugMark-Siegel, steht GoodWeave für den Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit und die Ausbildung und Rehabilitation geretteter Kinder aus den Teppichindustrien Indiens und Nepals. Während sich an der Hauptaufgabe somit nichts verändert, repräsentiert GoodWeave eine Weiterentwicklung des Konzepts durch zusätzliche Sozial- und Umweltstandards als Kriterien für die Zertifizierung.

Trotz Gesetzen gegen Kinderarbeit ist die Praxis in den Teppichindustrien Nepals und Indiens noch weit verbreitet. "Ausbeutung passiert häufig an Orten, an denen abhängig Beschäftigte keine Rechte haben; Umweltverschmutzung und Plünderung natürlicher Ressourcen passiert dort, wo die Menschen keine Infrastruktur oder Möglichkeiten besitzen, auf andere Weise ihr Leben zu gestalten," sagt Nina Smith, Geschäftsführerin von RugMark USA. "Die Schaffung besserer sozialer und ökologischer Voraussetzungen führt zu einer größeren Wahlfreiheit, die Gemeinden aus der Armut führen kann."

Im Jahr 2009 hat RugMark mit einer Gruppe von nepalesischen Teppichexporteuren zusammengearbeitet, um Arbeitsweisen und Webpraktiken mit Auswirkungen auf die Umwelt zu dokumentieren. "Auf dieser Grundlage wird aktuell an fortschrittlichen Standards gearbeitet, um Löhne und Arbeitssicherheit für die abhängig Beschäftigten zu verbessern sowie Wasser- und Luftverschmutzung durch die Wäsche und das Färben der Teppiche zu verringern", erklärt Ajay Karki, Geschäftsführer der Nepal RugMark Foundation.

Lobsang Lama von Gomang Carpet, LTD sagt über GoodWeave: "Wir alle in der Teppichindustrie tragen Verantwortung für die Auswirkungen unserer Aktivitäten. Diese Aufgabe ist sehr komplex und es ist daher am besten für uns, mit Zertifizierungsinitiativen wie GoodWeave zusammen zu arbeiten. Sie haben das notwendige Wissen und die Kapazitäten, z. B. für die Inspektion der Webstühle und Produktionsstätten vor Ort."

Dieter Overath, Geschäftsführer von GoodWeave Deutschland ergänzt: "Alle sind gegen Kinderarbeit, aber Verbote allein reichen nicht aus. Wir müssen umfangreiche Lösungsansätze erarbeiten und dabei ist GoodWeave ein hoffnungsvoller Ansatz."

Internationale Zahlen und Fakten:

Das neue GoodWeave-Siegel - ein stilisierter, goldener Teppichknoten auf blauem Grund - ersetzt das bisherige blau-rote RugMark-Siegel. Teppiche mit dem Siegel werden in Deutschland, den Benelux-Ländern, Großbritannien, Schweden, Schweiz, Italien, den USA, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten verkauft. In Deutschland sind sie im Versandhandel, Kaufhäusern sowie im spezialisierten Teppichhandel erhältlich. Goodweave wird von den Hilfsorganisationen Unicef, Anti-Slavery International, Brot für die Welt, Misereor und terre des homes unterstützt.

Seit Gründung von RugMark International (RMI) 1995 hat sich die Zahl von Kinderarbeitern in der Teppichindustrie von einer Million auf 250.000 verringert. GoodWeave soll zum Standard für die Teppichindustrie werden und damit die Kinderarbeit auf null reduzieren. Ausbildungsprogramme finanziert durch die Verkäufe zertifizierter Teppiche und Spenden sorgen dafür, dass ehemalige Kinderarbeiter versorgt werden, eine Schule besuchen und einen Beruf erlernen können.

Mehr Informationen finden Sie auf www.goodweave.de. Fotos zur Vorstellung des neuen Siegels und das Siegel selbst stehen Ihnen im Laufe des Tages unter www.goodweave.de/infomaterial zum Download zur Verfügung.
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