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Zur Ausstellung „Sex Work“ in der Bundeskunsthalle Bonn: Wer spricht für die Frauen, die keine Stimme haben?

Christliche Hilfsorganisation Samaritan’s Purse kritisiert einseitige Darstellung von Prostitution in der Bundeskunsthalle

(lifePR) (Berlin, )
Die Ausstellung „Sex Work. Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit“ in der Bundeskunsthalle Bonn will Sexarbeit sichtbar machen und gesellschaftliche Vorurteile hinterfragen. Die christliche Hilfsorganisation Samaritan’s Purse kritisiert die Ausstellung. Eine zentrale Kulturinstitution wie die Bundeskunsthalle müsse gesellschaftlich Verantwortung übernehmen, blende aber stattdessen eine zentrale Perspektive komplett aus: die der Frauen, die unter Prostitution, Ausbeutung und Menschenhandel leiden.

„Gerade eine öffentlich finanzierte Kulturinstitution sollte die Perspektiven sichtbar machen, die sonst kaum Gehör finden“, sagt Marina Nobiling, Vorstand von Samaritan’s Purse Deutschland, „ansonsten läuft sie Gefahr, Menschenhandel und Prostitution zu romantisieren oder gar künstlerisch zu überhöhen.“

Samaritan’s Purse begleitet im Berliner Projekt Alabaster Jar Frauen, die von sexueller Ausbeutung und Prostitution betroffen sind. Die Mitarbeiterinnen erleben regelmäßig, wie wirtschaftliche Not, psychische Belastungen, Abhängigkeiten und Gewalterfahrungen Frauen jeden Selbstwert und jede Perspektive nehmen.

„Die öffentliche Debatte über Prostitution wird fast ausschließlich von denjenigen geprägt, die über Bildung, Sprache, Netzwerke und politische Zugänge verfügen“, sagt Nobiling. „Die Frauen hingegen, die wir auf Berlins Straßen treffen, haben meist keine Lobby.“ Sie kämpfen, so Nobiling, mit Gewalt, Traumata, Sucht und Armut. Ihre Stimmen fehlen, wenn über Prostitution gesprochen wird. Nobiling formuliert es so: „Wer spricht für die Frauen, die nicht auf Podien sitzen, keine Interviews geben und oft nicht einmal selbst glauben, eine Alternative zu haben? Welche Ausstellung ist ihrem Leid gewidmet?“

Aus christlicher Sicht sei die Würde des Menschen untrennbar mit seinem Wert als Ebenbild Gottes verbunden, so Nobiling. „Menschenwürde ist eine Gottesgabe, die weder verkauft noch gekauft werden kann“, erklärt sie. „Deshalb halten wir Prostitution grundsätzlich für unvereinbar mit dem christlichen Verständnis von Menschenwürde. Menschen sind keine Ware, ihre Körper keine Handelsgüter.“

Samaritan’s Purse fordert aus Anlass der Ausstellung mehr Aufmerksamkeit für Frauen in deutscher Zwangsprostitution und eine offene Debatte über Deutschlands zukünftige Rolle im Kampf gegen Menschenhandel.

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Samaritan's Purse e. V.

Samaritan’s Purse widmet sich der Unterstützung von Menschen in Not, unabhängig von deren Herkunft, Religion oder Kultur. Unter dem Motto „Helping in Jesus‘ Name“ leistet Samaritan’s Purse weltweit humanitäre und medizinische Hilfe in Kriegs- und Krisengebieten. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist vor allem die internationale Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die Menschen einlädt, Kindern nicht nur das Nötigste zukommen zu lassen, sondern sie zu beschenken und ihnen die Botschaft von der Liebe Gottes zu überbringen. Der deutsche Zweig von Samaritan’s Purse wird von Sylke Busenbender und Marina Nobiling geleitet.

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