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Aspirationspneumonie und Parkinson

(lifePR) (München, )
Aspirationspneumonie gilt als eine der drei wahrscheinlichsten Todesursachen bei Parkinson-Erkrankungen, so beängstigend dies auch sein mag, ist es doch wichtig, darüber Bescheid zu wissen. Diese Art der Lungenentzündung tritt auf, wenn Nahrung oder Getränke in die Lungen gelangen. Wie kann das passieren? Es gibt zwei Wege: Zum einen während des Essens oder Trinkens, wenn etwas der aufgenommenen Nahrung oder Flüssigkeit “in die falsche Röhre” gerät, was zum Husten führt. Reicht der Husten nicht aus, können Nahrung und Flüssigkeit in die Lungen gelangen.

Ein weiterer Weg entsteht, wenn man nach dem Schlucken das Bedürfnis verspürt zu rülpsen. Beim Rülpsen kann es passieren, dass ein Teil der soeben verzehrten Nahrung hochkommt, allerdings nicht vollständig, und stattdessen in die Lunge abgeleitet wird. Technisch gesehen liegt das Problem darin, dass die Epiglottis, eine Hautklappe am hinteren Teil der Zunge, ihre Aufgabe nicht erfüllt. Sie soll eigentlich den Eingang zur Luftröhre abdecken, sodass nichts Festes oder Flüssiges in die Lungen gelangt. Versagt die Epiglottis bei dieser essenziellen Aufgabe, resultiert daraus eine Pneumonie zusammen mit der eingeschlossenen Nahrung.

Aspirationspneumonie wird als eine Art Lungeninfektion definiert, die durch eine relativ große Menge an Material aus Magen oder Mund in die Lungen verursacht wird. Zu den häufigen Symptomen gehören Fieber und ein relativ rasch einsetzender Husten. Komplikationen können Lungenabszesse, ein akutes Atemnotsyndrom, ein Pleuraempyem und ein parapneumonischer Erguss sein.

Wenn man bemerkt, dass Nahrung und Getränke aus dem Magen aufsteigen und in die Luftröhre umgeleitet werden, sollte man bestimmte Nahrungsmittel meiden, die oft mit dieser Erkrankung in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören Zitrusfrüchte und -säfte, Tomaten und tomatenbasierte Produkte, scharfe Speisen, frittierte und fettige Lebensmittel, kohlensäurehaltige und koffeinhaltige Getränke, Schokolade sowie alkoholische Getränke.

Eine abschließende Warnung: Die berichtete Prävalenz von Dysphagie (Schluckbeschwerden) bei Parkinson-Patienten variiert zwischen 20% und 100%, bedingt durch Unterschiede in den Methoden zur Beurteilung der Schluckfunktion. Anders als bei einigen medizinischen Problemen, wie zum Beispiel einem Schlaganfall, verschlimmert sich die Dysphagie im Verlauf der Parkinson-Krankheit. Aspirationspneumonie war der häufigste Grund für Notaufnahmen von Parkinson-Patienten mit einer Krankheitsdauer von mehr als fünf Jahren, und Pneumonie zählt zu den Haupttodesursachen.

Parkinson Journal

Das Parkinson Journal, vor drei Jahren als Blog des selbst an Parkinson erkrankten Jürgen Zender ins Leben gerufen, ist mittlerweile eine einzigartige Sammlung von Informationen und Tools rund um das Thema Morbus Parkinson geworden. Seine zahlreichen Beiträge (Texte, Videos, Ratgeber, Verzeichnisse oder Podcasts ), geschrieben oder produziert von namhaften Autoren oder Betroffenen selbst, sind über die Jahre zum Wegbegleiter vieler Betroffener, Angehöriger und Ratsuchender geworden. Wenn der Trend so bleibt, wie er sich bereits heute abzeichnet, werden das Parkinson Journal in diesem Jahr erstmals über 200.000 Seitenaufrufe erleben und auf Instagram die 7.000 Follower Marke überschreiten.
Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 10 % der Parkinson-Kranken in Selbsthilfegruppen organisiert sind oder zumindest gelegentlich deren Angebote nutzen.
Das sind 40.000 von 400.000 Erkrankten. Es ist eines unserer Ziele, diese Zahl dauerhaft und stetig zu erhöhen, denn der Austausch mit „Leidensgenossen“, das reichhaltige Informationsangebot, die neu entstehenden Freundschaften, Sportarten, die man plötzlich (wieder) für sich entdeckt, die selbstgewählte Isolation, die man verlässt … all das sind gute Gründe, sich einer der zahlreichen Selbsthilfegruppen anzuschließen. Neben Beiträgen aus und über die Szene hilft uns dabei maßgeblich unser Verzeichnis der Parkinson-Selbsthilfegruppen und der Parkinson-Event-Kalender.
Für alle anderen, die noch nicht bereit sind, sich zu öffnen, wollen wir weiterhin ein Fenster zur Parkinson-Welt sein, deren Bewohner sie ohne eigenes Zutun geworden sind, und sie mit Wertschätzung und mit Herz und Verstand informieren.
Das zweite Ziel, das uns sehr am Herzen liegt, ist das Bewusstsein für Bewegung als eine der wenigen erfolgversprechenden, nicht medikamentösen Therapien zu schärfen. Immer mehr Studien zeigen, dass Sportarten wie Tischtennis, Nordic Walking, selbst Boxen einen positiven Einfluß auf die Symptomatik und Progredienz der bisher unheilbaren Krankheit haben.

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