Gemeinsam mit Susen Neumann vom Arbeitgeberservice der KVA – Kommunales Jobcenter des Vogelsbergkreises informierte sich Krug vor Ort über die Entwicklung der Firma, die verschiedenen Geschäftsfelder und die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter.
Im Jahr 2012 gründete André Purrucker seine Firma zunächst im Bereich Garten- und Landschaftsbau. Seitdem ist der Betrieb kontinuierlich gewachsen und hat sein Angebot Schritt für Schritt erweitert. Heute ist Purrucker Baustoffe breit aufgestellt und bietet unter anderem Pflasterbau, Straßen- und Tiefbau, Hausmeisterservice, Objekt- und Liegenschaftspflege, Gartenpflege und Gartengestaltung sowie Winterdienst an. Hinzu kommt seit Kurzem der Handel mit Baustoffen.
„Unser Unternehmen ist mit den Aufgaben gewachsen.“ Was einmal im Garten- und Landschaftsbau begonnen hat, ist heute deutlich vielfältiger. „Wir versuchen, unseren Kunden möglichst viele Leistungen aus einer Hand anbieten zu können“, erläuterte André Purrucker während eines Rundgangs über das Firmengelände.
Neun Beschäftigte arbeiten in dem Betrieb. Seit 2019 besteht eine Zusammenarbeit mit der KVA, durch die insgesamt fünf Menschen bei Purrucker in Arbeit kamen. „Die Zusammenarbeit mit der KVA funktioniert sehr gut“, betonte Purrucker. Bei der Auswahl seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legt er Wert auf Offenheit und darauf, gemeinsam mit der KVA nach geeigneten Lösungen zu suchen. Wichtig sei, die individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen der Bewerberinnen und Bewerber mit den Anforderungen des Betriebs zusammenzubringen, wie Susen Neumann von der KVA erklärte. Dass die Arbeit in seiner Firma nicht für jeden geeignet ist, verschweigt Purrucker nicht. Viele Tätigkeiten finden im Freien statt und sind körperlich anspruchsvoll. Gerade deshalb sei es wichtig, dass Interessierte die Möglichkeit bekommen, den Arbeitsalltag kennenzulernen und selbst herauszufinden, ob die Tätigkeit zu ihnen passt.
„Nicht jeder muss von Anfang an wissen, dass dieser Beruf genau das Richtige für ihn ist. Entscheidend ist, dass man die Möglichkeit bekommt, es auszuprobieren“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Patrick Krug. „Genau hier kann die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kommunalem Jobcenter einen wichtigen Beitrag leisten: Gemeinsam können passgenaue Lösungen entwickelt werden, bei denen sowohl die Anforderungen der Betriebe als auch die Fähigkeiten und Interessen der Arbeitssuchenden berücksichtigt werden.“
Eine Besonderheit auf dem Betriebsgelände ist die „Beton-to-go“-Anlage. Sie ermöglicht es, Frischbeton direkt vor Ort herzustellen und anschließend abzuholen. Der Beton ist bereits ab einer Menge von etwa einer Schubkarren-Ladung erhältlich, sodass sich das Angebot nicht nur an Unternehmen richtet, sondern auch an Privatpersonen, die beispielsweise kleinere Bau- oder Renovierungsarbeiten durchführen.
„Manchmal braucht man keine große Menge Beton, sondern nur ein bisschen für das eigene Projekt. So muss nicht das ganz große Besteck mit Betonmischer, Kies und Zement zu Hause aufgefahren werden, obwohl lediglich eine kleine Menge Beton benötigt wird. Genau dafür ist die Anlage gedacht“, erklärte Purrucker.
„Wir sind ein kleiner Betrieb, aber wir können viel bewegen. Wichtig ist für uns, dass wir flexibel bleiben, gute Arbeit leisten und unseren Mitarbeitern eine Perspektive geben“, fasste Purrucker zusammen.
„Das Beispiel zeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und dem Kommunalen Jobcenter ist. Wenn beide Seiten ihre Anforderungen und Möglichkeiten einbringen, können individuelle und passgenaue Wege in Beschäftigung entstehen“, so Patrick Krug abschließend.