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Städtische Werke verbessern Ergebnis trotz harten Wettbewerbs

Wettbewerb und gesetzliche Vorgaben bestimmen Geschäftsverlauf

(lifePR) (Kassel, )
Die Städtische Werke AG hat im Geschäftsjahr 2007 ihre gesetzten Ziele wieder erreicht und erneut ihr Ergebnis verbessert. Der Gewinn stieg von 17,0 Millionen Euro im Jahr 2006 auf 18,3 Millionen Euro vor der Ergebnisübernahme der KFW, den Ausgleichszahlungen an Vattenfalll Europe Hamburg AG und vor Ertragssteuern im Geschäftsjahr 2007. Dabei sanken die Umsatzerlöse von 352 auf 333 Millionen Euro.

Andreas Helbig, Vorstandsvorsitzender der Städtische Werke AG, sieht den Kurs des Unternehmens bestätigt: "Der eingeschlagene Wachstumskurs ist richtig. Wir setzen auf organisches und wirtschaftlich sinnvolles Wachstum in neuen Märkten, mit neuen Produkten und erweiterten Dienstleistungen. Dass wir unser Ziel erreicht haben, zeigt das gute Jahresergebnis." Damit haben die Städtischen Werke erneut gezeigt, dass kommunale Unternehmen eine Zukunft haben, wenn sie sich den Anforderungen des Marktes aktiv stellen.

Die Mitarbeiterzahl ist mit 921 und 49 Auszubildenden zum 31. Dezember 2007 auf dem Stand des Vorjahres. "Damit zeigen wir, dass wir unser Wachstum nicht kurzfristig auf Kosten des Personals realisieren, sondern auf eine nachhaltige und langfristige Entwicklung setzen", erläutert Helbig die Personalstrategie des Unternehmens.

Das wichtigste Projekt des vergangenen Jahres war die Umstellung aller Kasseler Tarifkunden auf Naturstrom. Er wird CO2-neutral in skandinavischen Wasserkraftwerken produziert. Dass die Einführung des Naturstroms die richtige Entscheidung war, zeigen die Imagewerte und Wechselraten des Kasseler Versorgers. Gegen den Bundestrend steigt das Image und die Wechselquote ist mit knapp fünf Prozent vergleichsweise niedrig. Im Kontext der Umstellung auf Naturstrom steht auch die bundesweite Vermarktung von Strom seit Ende des Jahres 2007. Beim Gas werden die Städtischen Werke im Herbst deutschlandweit aktiv werden.

Mehr Strom und Energiedienstleistungen, weniger Gas und Wasser

Ursache des niedrigeren Gesamtumsatzes war der um sechs Prozent gesunkene Gasabsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die genutzte Abgabe ging von 5.631 GWh auf 5.301 GWh im Jahr 2007 zurück. Grund waren die milden Winter der vergangenen beiden Jahre. Andreas Helbig sieht durch die Zahlen die Vorwürfe entkräftet, die Städtischen Werke würden von gestiegenen Energiekosten profitieren: "Der Umsatz sank um fast 16 Prozent, die abgesetzte Menge lediglich um 6 Prozent. Das zeigt, dass wir unseren Kunden massive Preissteigerungen erspart haben, weil wir sie nicht im vollen Umfang weitergegeben haben."

Auch der Wasserabsatz sank erneut. Er ging um 200.000 Kubikmeter auf knapp 11 Millionen zurück. Damit folgen die Kasseler Verbraucher dem bundesweiten Trend, Wasser zu sparen. Laut Städtische Werke Vorstandschef Helbig belegt das Ergebnis die Unsinnigkeit und Willkür des Kartellverfahrens des hessischen Wirtschaftsministeriums wegen angeblich überhöhter Preise: "Wir halten unser Preisniveau seit über 13 Jahren stabil. Und das, obwohl jedes Jahr die Erlöse aus dem Wasserverkauf zurückgehen. Faktisch sinken damit die Preise seit Jahren."

Die abgesetzte Strommenge stieg im Jahr 2007 erneut leicht. Der um rund 10 Prozent höhere Umsatz leitet sich dagegen aus dem spürbar höheren Preisniveau ab. Es ist Ergebnis der Handelstätigkeiten an der Leipziger Strombörse EEX.

Erfreulich ist die Entwicklung der Energiedienstleistungen. Dazu zählen die Biogasanlage in Homberg (Efze), deren Grundstein in nächsten Wochen gelegt wird, Blockheizkraftwerke in der Kurhessentherme oder auf Schloss Saaleck in Hammelburg, Energieausweise für 1.100 Wohneinheiten der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft mbH Hessen (GWH) oder Netzersatzanlagen für verschiedene Kunden. "Die Energiedienstleistungen bewegen sich mit Umsatzerlösen von knapp 10 Millionen Euro zwar noch auf einem vergleichweise niedrigen Niveau. Dafür wachsen sie mit fast 20 Prozent überdurchschnittlich stark. Wir sind hier mit unserer Wachstumsstrategie genau auf dem richtigen Weg. In die Energiedienstleistungen werden wir auch in Zukunft weiter investieren", so Helbig.

Versorgungssicherheit für Kassel - 32 Euro Millionen für die Infrastruktur

Die Städtischen Werke betreiben eines der größten Versorgungsnetze Nordhessens. Um die gewohnt hohe Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten, investiert das Unternehmen traditionell in seine Netze. "Denn wir sind ein lokales Versorgungsunternehmen. Und im Unterschied zu den überregional tätigen Großkonzernen engagieren wir uns vor Ort. Und zwar langfristig. Das heißt, dass wir unsere Infrastruktur nicht auf Kosten schneller Bilanzeffekte kaputt sparen. Das wird auch in Zukunft so bleiben", verspricht Städtische Werke Chef Helbig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr flossen 31,9 Millionen Euro in den Ausbau und Erhalt der Infrastruktur. Im Vorjahr waren es 31,7 Millionen Euro. Wichtig ist Andreas Helbig die Vergabe von Aufträgen an Unternehmen aus der Region: "Wo es wirtschaftlich sinnvoll und vergaberechtlich möglich ist, beauftragen wir Unternehmen aus Kassel und Nordhessen. Denn wir verstehen uns als regionaler Wirtschaftsfaktor. Wir wollen die Stadt und die Region durch Investitionen stärken. Und profitieren umgekehrt selbst von einer starken Region."

Durch Investitionen soll die Versorgungssicherheit steigen, ohne dass die Bürger davon betroffen sind. Das lässt sich nicht immer vermeiden. So wie bei der Erneuerungen der Strom-, Gas- und Wasserleitungen in der Frankfurter und Sanderhäuser Straße. 2007 wurden sie trotz im Vorfeld nicht absehbarer Schwierigkeiten im gesetzten Zeitrahmen abgeschlossen. Auch die weiteren Investitionen betrafen hauptsächlich die Strom-, Gas- Wasser- und Fernwärmenetze der Stadt. Allein 23 Millionen Euro wurden aufgewandt, um sie zu erweitern, zu erneuern oder zu modernisieren. Dazu zählt auch die Umstellung der Hochspannungsübertragung in Kassel von 60.000 auf 110.000 Volt.

Rahmenbedingungen - Belastungen durch gesetzliche Vorgaben

Auch 2007 haben die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Netzentgeltregulierung und die kommende Anreizregulierung erhebliche Anstrengungen verursacht. Hinzu kam das Kartellverfahren des Hessischen Wirtschaftsministeriums wegen angeblich missbräuchlich überhöhter Wasserpreise. Im April 2008 erließ die Kartellbehörde eine Preissenkungsverfügung, gegen die sich die Städtische Werke AG nun gerichtlich zur Wehr setzt.

Strittig ist - so wie in den vergangenen Jahren - die 100.000-Kunden-Grenze im Stromsektor. Nach Auffassung der Städtischen Werke liegt ihre Kundenzahl unter dieser Grenze. Läge sie darüber, müsste der Netzbetrieb in eine eigene Gesellschaft überführt werden.

Eine weitere Entscheidung der Bundesnetzagentur betrifft die Abwicklung von Gastransporten beim Anbieterwechsel des Kunden. Bisher sah das Einzelbuchungsmodell vor, Gastransporte durch Einzelverträge mit allen betroffenen Netzbetreibern zu regeln. Das jetzt gültige Zweivertragsmodell sieht lediglich Ein- und Ausspeiseverträge vor. Es ist davon auszugehen, dass der Wettbewerb im Gasmarkt durch diese Vereinfachung für Gashändler zunehmen wird. Die Städtischen Werke werden die Chancen des Wettbewerbes nutzen und künftig Gas bundesweit vertreiben.

Ausblick - Wachstum, Wettbewerb, politische Eingriffe

Auch in Zukunft ist zu erwarten, dass massiv politisch in die Preisgestaltung eingegriffen wird. Nach Abschaffung der Preiskontrolle über die Bundestarifordnung Elek- trizität zum 30. Juni 2007 ist eine verschärfte kartellrechtliche Missbrauchskontrolle denkbar. Und ab 2009 sinken die Netzentgelte durch die Anreizregulierung weiter.

Höhere Preise sind wegen des international steigenden Energiebedarfs dennoch sehr wahrscheinlich. Das wird auch die Städtischen Werke treffen. Durch die sukzessive Erhöhung der Eigenerzeugung wird aber eine höhere Unabhängigkeit von den internationalen Energiemärkten geschaffen.

Ein ehrgeiziges aber realistisches Ziel ist, den Fernwärmeanteil in Kassel von derzeit rund 23 Prozent auf 27 Prozent auszubauen. Die derzeitige Anschlussleistung soll in den nächsten beiden Jahren von 250 auf 400 Megawatt steigen. Da Fernwärme in den eigenen Kraftwerken des KVV-Konzerns in Klima- und Ressourcen schonender Kraft-Wärme-Kopplung produziert wird, passt sie bestens in das Umweltprogramm der Stadt Kassel.

Das Wachstumsprojekt wird in den kommenden Jahren weiter seine zentrale Bedeutung für die Städtischen Werke behalten. Der Umsatz soll um ein Drittel durch den Marktauftritt außerhalb Kassels steigen. Das Wachstumsprojekt schafft die Grundlage, im schärfer werdenden Wettbewerb zu bestehen, die Geschäftsfelder auszudehnen und neue Produkte zu vermarkten. Wichtigste Aufgabe wird sein, außerhalb des bisherigen Kerngebietes in Kassel und Nordhessen Kunden zu gewinnen. Ziel ist, bundesweit das Geschäft mit Energiedienstleistungen auszubauen sowie Strom und Gas an Tarif- und Sondervertragskunden zu vertreiben. Hinzu kommen Kooperationen auf Abrechnungsseite, im Vertrieb und im Bereich der IT.
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