Gehörlosengeld bald auch in Bayern?

Die Landtags-Grünen unterstützen diese Forderung - die grüne Abgeordnete Kerstin Celina im Interview auf www.deafservice.de

Kerstin Celina / Bidrechte: Niklas Wunderlich (lifePR) ( Röthenbach, )
Für gehörlose und schwerhörige Menschen besteht eine gesetzliche Versorgungslücke. Konkret heißt es, dass die Kosten für Gebärdensprach- und Schriftdolmetscher im privaten Bereich bislang nur bei besonderen Anlässen übernommen werden. Für alltägliche Lebensbereiche besteht kein Anspruch auf Unterstützungsleistungen.

Im Oktober 2019 wurden der Sozialministerin Kerstin Schreyer in Bayern knapp 13.000 Unterschriften übergeben, um ein Gehörlosengeld, in Bayern einzuführen.

„Wir Grüne möchten, dass Teilhabe an der Gesellschaft allen Menschen gleichermaßen offensteht. Das darf keinesfalls eine Frage des Geldbeutels sein. Darum setzen wir uns seit einigen Jahren für die Einführung eines Gehörlosengeldes ein. Damit wären endlich dauerhafte, chancenausgleichende Leistungen für gehörlose und schwerhörige Menschen verankert“, so Kerstin Celina.

Der Bayerische Landtag müsste die gesetzlichen Grundlagen ändern und das Bayerische Blindengeldgesetz (BayBlindG) zu einem Blinden- und Gehörlosengeldgesetz weiterentwickeln.

Die Grünen gehen davon aus, dass bei rund 15.000 Gehörlosen und Schwerhörigen in Bayern Kosten in Höhe von rund 51 Mio. Euro jährlich für den Freistaat anfallen. Die genaue Summe hängt natürlich davon ab, wie sich die Zahl der Anspruchsberechtigten entwickelt und wie hoch die Staatsregierung die Unterstützungsleistungen ansetzt.

Wie die Chancen für das Gehörlosengeld in Bayern aussehen und ab wann mit einer Entscheidung gerechnet werden kann, erfahren wir im Interview, das von Judit Nothdurft auf dem Portal für Hörbehinderte und Gehörlose www.deafservice.de publiziert wurde.
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