„Die Weiterbildung schlägt seit 20 Jahren eine wichtige Brücke zwischen Hochschule, Unternehmen und Gesellschaft. Sie bringt wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis und greift gleichzeitig die Herausforderungen der Arbeitswelt auf“, sagt HSW-Präsident Prof. Dr. Peter Britz. „Dass wir diesen Weg gemeinsam mit so vielen engagierten Menschen und Unternehmen gestalten dürfen, ist für uns von besonderem Wert.“
Im Mittelpunkt des Programms standen Fragen, die Unternehmen und Beschäftigte aktuell bewegen. Prof. Dr. Stefan Krummaker, Professor für Leadership Practice an der Queen Mary University of London und Executive Trainer, beleuchtete in seiner Keynote „20 Jahre Führungskräfteentwicklung: Zwischen Hype, Hoffnung und bewährter Praxis“, wie sich die Rahmenbedingungen von Führung verändert haben. Sein Fazit: Viele Führungsthemen sind nicht neu, die Anforderungen an Führungskräfte jedoch gestiegen. Gerade unter unsicheren Bedingungen komme es nicht darauf an, für alles bereits eine Antwort zu kennen, sondern Orientierung zu geben, das Vorgehen zu klären und auf Grundlage von Urteilskraft, Erfahrung und Kontextwissen mutig zu handeln.
Einen weiteren Impuls gab Verena Liane Ottermann, Trainerin, Coach und Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Unter dem Titel „Gesund bleiben in stürmischen Zeiten – Was ein Regenschirm über Resilienz verrät“ unterschied sie zwischen dem persönlichen Schirm aus individuellen Schutzfaktoren und dem organisatorischen Schirm, den Unternehmen und Führungskräfte mitgestalten können. Gesunde Führung bedeute unter anderem, Prioritäten zu setzen, Belastungen sichtbar zu machen, psychologische Sicherheit zu fördern und zum Schutz der Mitarbeitenden auch einmal Nein zu sagen. Als konkretes Instrument stellte Ottermann einen regelmäßigen „Schirm-Check“ im Team vor: Was belastet gerade, was gibt Schutz und wo braucht es zusätzliche Unterstützung?
Neben dem fachlichen Programm bot die Veranstaltung Raum für persönliche Erinnerungen und Gespräche über die weitere Entwicklung der Weiterbildung. Ehemalige Teilnehmende des Führungskräfteentwicklungsprogramms kamen anschließend zu einem eigenen Alumni-Treffen zusammen. Ein Kneipenquiz mit Trainerin Sonya Schlüter griff Erfahrungen und Themen aus 20 Jahren Führungskräfteentwicklung auf.
„Dieses Jubiläum steht für gewachsene Beziehungen und eine Weiterbildung, die vom Austausch lebt“, sagt Ramona Salzbrunn, Leiterin des Bereichs Weiterbildung an der HSW. Das Vertrauen, das uns Unternehmen und Teilnehmende entgegenbringen, ist für uns Bestätigung und Auftrag zugleich. Wir wollen auch künftig genau hinhören, welche Herausforderungen die Menschen in ihrem beruflichen Alltag bewegen, und daraus passende Angebote entwickeln.“