- Defekte Zellmodule können beim Laden überhitzen
- KBA überwacht Rückruf RE25/46
- 32 Fahrzeuge in Deutschland betroffen
Die Verbraucherrechtskanzlei Dr. Stoll & Sauer rät betroffenen Haltern, den Rückruf ernst zu nehmen und ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen zu lassen. Gerade bei sicherheitsrelevanten Problemen der Hochvoltbatterie können je nach Einzelfall Ansprüche gegenüber Verkäufer oder Hersteller in Betracht kommen. Eine kostenlose Ersteinschätzung bietet die Kanzlei im E-Mobilitäts-Online-Check.
Bentley-Rückruf RE25/46: Hochvoltbatterie kann beim Laden überhitzen
Betroffen sind Bentley Bentayga Hybrid des Modelljahres 2023. Nach den KBA-Angaben wurden die Fahrzeuge zwischen 29. März und 7. November 2023 produziert. Weltweit umfasst die Rückrufaktion 558 Fahrzeuge, davon 32 in Deutschland.
Die Ursache liegt nach den veröffentlichten Informationen in den Zellmodulen der Hochvoltbatterie:
- Rückrufcode des Herstellers: RE25/46
- KBA-Referenznummer: 15895R
- Safety-Gate-Warnung: SR/00085/26
- Weltweit betroffen: 558 Fahrzeuge
- Deutschland: 32 Fahrzeuge
- Produktionszeitraum: März bis 7. November 2023
- Gefahr: Überhitzung der Hochvoltbatterie beim Laden und mögliche Brandentwicklung
- Maßnahme: Installation einer verbesserten Diagnose-Software; bei festgestellten Auffälligkeiten Austausch eines Batteriemoduls oder der gesamten Hochvoltbatterie.
Auch andere Hersteller haben Probleme mit Hochvoltbatterien
Bentley steht mit der Problematik nicht allein. Rückrufe wegen möglicher Kurzschlüsse und Brandrisiken betreffen inzwischen mehrere Hersteller.
- Mercedes EQA und EQB: Dr. Stoll & Sauer hat bereits drei erstinstanzliche Urteile gegen Mercedes erstritten. Das Landgericht Stuttgart entschied am 30. Juli 2026 in den Verfahren Az. 53 O 3/26 und Az. 53 O 27/26 zugunsten der von der Kanzlei vertretenen Kläger. Hinzu kommt ein Urteil des Landgerichts Frankfurt (Oder) vom 14. August 2026, Az. 11 O 140/25.
- Porsche Taycan: Auch beim Taycan führten mögliche Defekte einzelner Batteriezellen zu Rückrufen wegen Kurzschluss- und Brandrisiken.
- Kia Niro EV: Auch Kia hat Fahrzeuge wegen möglicher Probleme im Bereich der Hochvoltbatterie zurückgerufen.
- Ford Kuga Plug-in-Hybrid: Wegen eines möglichen Kurzschlusses und Brandrisikos laufen Rückrufmaßnahmen. Dr. Stoll & Sauer führt Verfahren zur Rückabwicklung betroffener Fahrzeuge.
Hochvoltbatterie bleibt sicherheitsrelevanter Schwachpunkt bei E-Autos und Plug-in-Hybriden
Der Rückruf reiht sich in eine Vielzahl von Fällen ein, bei denen Hersteller wegen möglicher Überhitzung oder Brandgefahr an Hochvoltbatterien reagieren mussten. Dr. Stoll & Sauer führt bereits zahlreiche Verfahren im Zusammenhang mit mangelhaften Hochvoltbatterien und Rückrufmaßnahmen verschiedener Autohersteller.
Aus Sicht der Kanzlei sollten betroffene Bentley-Halter insbesondere darauf achten, ob der Rückruf dauerhaft Abhilfe schafft oder ob nach dem Software-Update weiterhin Einschränkungen beziehungsweise Fehlermeldungen auftreten. Bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse kann zudem eine erhebliche Beeinträchtigung durch einen sicherheitsrelevanten Hochvoltbatteriemangel rechtlich besonders ins Gewicht fallen.
Dr. Stoll & Sauer bietet Betroffenen eine kostenlose Ersteinschätzung im E-Mobilitäts-Online-Check an.