Das Epizentrum des Bebens lag im Departement Chocó, das zu den ärmsten Regionen Kolumbiens gehört. Bereits vor dem Erdbeben war die Ernährungslage dort schwierig, viele Frauen, Männer und Kinder dort leiden Hunger, während Kolumbien insgesamt ein niedriges Hungerniveau aufweist.
„Das Erdbeben trifft viele Familien, die schon vorher unter schwierigen Bedingungen gelebt haben. Jetzt brauchen die Überlebenden vor allem sichere Unterkünfte, sauberes Wasser, Lebensmittel sowie Sanitär- und Hygieneversorgung“, sagt Bettina Iseli, Programmvorständin der Welthungerhilfe. Stromausfälle, beschädigte Straßen und ausgefallene Mobilfunknetze erschweren insbesondere den Zugang zu abgelegenen Gemeinden. „Unsere Partner sind vor Ort unterwegs, um schnell festzustellen, wo die Not am größten ist und welche Hilfe zuerst gebraucht wird“, so Iseli.
Die Welthungerhilfe plant, die Hilfsmaßnahmen ihrer europäischen Partnerorganisationen Ayuda en Acción und CESVI aus dem Netzwerk Alliance2015 zu unterstützen, die über langjährige Erfahrung und Netzwerke in der Region verfügen und die bereits vor wenigen Wochen eine ähnliche Hilfsaktion nach dem Erdbeben in Venezuela organisiert haben.
Die Welthungerhilfe bittet unter dem Stichwort „Erdbeben Kolumbien“ um Spenden für die Erdbebenopfer.
Weitere Informationen unter www.welthungerhilfe.de/presse