„Die Lage ist schrecklich, viele Menschen sind verzweifelt. Familien mit Kleinkindern sind Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt. Sie brauchen dringend sichere Unterkünfte, Lebensmittel, Babyausstattung und Kochmöglichkeiten. Es fehlt an allem. Viele der Überlebenden haben alles verloren und werden noch monatelang auf Unterstützung angewiesen sein“, beschreibt Raúl Ortega, Leiter des ACTED-Nothilfeeinsatzes, die schwierige humanitäre Situation.
Die Alliance2015-Partnerorganisationen verteilen unter anderem Lebensmittelpakete, Hygiene-Sets und Materialien für Notunterkünfte in den besonders schwer betroffenen Gemeinden in La Guaira, El Junquito, Caracas und Guarenas.
Katja Dombrowski, Expertin für Nothilfe-Kommunikation der Welthungerhilfe, begleitet derzeit die Nothilfeteams in die am stärksten betroffene Orte an der Karibikküste: „Hier ist wirklich alles zerstört. Ganze Straßenzüge liegen in Trümmern. Bei vielen Häusern fehlt die komplette Front – man blickt direkt in die Wohnungen der Menschen. Viele Familien leben jetzt dicht gedrängt in viel zu kleinen Zelten auf der Straße oder öffentlichen Plätzen. Sie werden auf längere Zeit nicht in ihre Häuser zurückkehren können - wenn überhaupt. Gleichzeitig erleben wir eine beeindruckende Solidarität: Nachbarn teilen Essen, Freiwillige unterstützen Familien, die plötzlich auf der Straße leben. Doch das allein reicht nicht aus. Der Bedarf ist enorm und tausende Familien werden noch über Monate Unterstützung benötigen.“
Interviewangebot
Katja Dombrowski, Expertin für Nothilfe-Kommunikation der Welthungerhilfe, steht derzeit im Katastrophengebiet für Interviews zur Verfügung. Sie berichtet aus erster Hand über die Lage der Überlebenden und die laufenden Hilfsmaßnahmen. Auf Wunsch vermittelt sie auch Interviews mit Efrain Guzman, Landesdirektor von ACTED in Venezuela, sowie weiteren englisch- und spanischsprachigen Einsatzleitungen der Alliance2015-Partner ACTED, Ayuda en Acción und CESVI.
Die Welthungerhilfe bittet dringend um Spenden unter dem Stichwort: Erdbeben Venezuela
Weitere Informationen unter www.welthungerhilfe.de/presse