Freitag, 20. Oktober 2017


„Gleiche Chancen trotz MS“: Aktuelle DMSG-Broschüre thematisiert Hürden und Lösungsmöglichkeiten in Schule, Ausbildung und Beruf

Hannover, (lifePR) - MS-Erkrankte treffen in ihrem Alltag immer wieder auf Hürden, die oftmals nur schwer zu überwinden sind. Ganz besonders gilt dies für wichtige Lebensbereiche wie Schule, Ausbildung und Beruf. In der Broschüre "Gleiche Chancen trotz MS" macht der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft auf diese Barrieren aufmerksam, thematisiert die einzelnen Problemfelder und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.

Multiple Sklerose ist eine schwerwiegende, bisher unheilbare Erkrankung, deren Auswirkungen nicht selten Konsequenzen für das Alltagsleben der Erkrankten haben und dieses nachhaltig beeinflussen. Gerade auch in den Bereichen Schule, Ausbildung/Studium und Beruf stoßen MS-Erkrankte täglich auf Hürden und Barrieren, die sie bewältigen müssen. Dabei geht es nicht nur um reale Hürden, die unüberwindliche Hindernisse, zum Beispiel für Rollstuhlfahrer, Geh- oder Sehbehinderte, darstellen, sondern auch um "Barrieren in den Köpfen" der Mitmenschen in Form von Vorurteilen, denen entgegengetreten werden muss.

"Gleiche Chancen trotz MS - in Schule, Ausbildung und Beruf" nimmt sich dieser Problematik an. Die 28-seitige, attraktiv illustrierte Broschüre, die am Welt MS Tag der Öffentlichkeit vorgestellt wird, zeichnet die Herausforderungen nach, die sich für MS-Erkrankte ergeben können, und erläutert verständlich und nachvollziehbar, was Erkrankte selbst tun und wie Pädagogen, Ausbilder, Dozenten, Arbeitgeber und Kollegen ihrerseits Unterstützung geben können, um innere und äußere Barrieren einzureißen.

So weist der aktuelle DMSG-Ratgeber beispielsweise darauf hin, dass es in Schule, Ausbildung und Studium eine ganze Reihe von festgelegten Möglichkeiten gibt, durch die MS-bedingte Beeinträchtigungen ausgeglichen werden können, oder dass oft schon durch sehr einfache Maßnahmen, Stress und Überbelastung im Berufsleben zu vermeiden sind.

Darüber hinaus zeigen weiterführende Information an, wo es zusätzlich Hilfe gibt, damit MS-Erkrankte ihre Rechte wahrnehmen, ihre Perspektiven erkennen und ihre Chancen ergreifen können.

Der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft bedankt sich bei Juristin Daniela Siemonsmeier und Diplom-Psychologe Nicolai Herbst für die fachliche Begleitung bei der inhaltlichen Umsetzung der Broschüre sowie bei der Deutschen Multiple Sklerose-Stiftung und der BARMER/GEK für die Übernahme der Layout- und Druckkosten.

"Gleiche Chancen trotz MS" kann ab sofort im DMSG-Shop unter www.dmsg.de und in den Geschäftsstellen der DMSG-Landesverbände bestellt werden.
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Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Der DMSG-Bundesverband e.V., 1952/1953 als Zusammenschluss medizinischer Fachleute gegründet, vertritt die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit Bundesverband, 16 Landesverbänden und derzeit 900 örtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angehörigen, 4.230 engagierten ehrenamtlichen Helfern und 245 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG 45.000 Mitglieder.

Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Christian Wulff, Bundespräsident a.D.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und auch zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen führt.

In Deutschland leiden rund 130.000 Menschen an MS. Nach neuesten Zahlen des Bundesversicherungsamtes sind es möglicherweise deutlich mehr MS-Erkrankte. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt.

MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und früher Jugend für die spätere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss.

Die Krankheit kann jedoch heute im Frühstadium günstig beeinflusst werden.

Weltweit sind schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen an MS erkrankt.

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