„Mehrwegflaschen sind stille Klimahelden – und werden mit jeder Füllung wertvoller“

Aktion zum Motto "Wertschätzen statt Wegwerfen" der Europäischen Woche der Abfallvermeidung 2019

(lifePR) ( Bonn, )
Mehrwegflaschen werden wertvoller für Klima und Umwelt, je öfter sie gefüllt werden. Darauf weist der Arbeitskreis Mehrweg mit einer Aktion hin, die am vergangenen Samstag zum Start der Europäischen Woche der Abfallvermeidung gemeinsam mit Getränkehändlern in ganz Deutschland begonnen hat. Unter dem Motto „Klimahelden“ und dem Hashtag #Mehrweg_Wertvoll gibt es online und bei mehr als 500 Getränkehändlern in ganz Deutschland praktische Tipps, damit Mehrwegflaschen ihr Klimaschutzpotential voll ausschöpfen.

„Je öfter eine Mehrwegflasche gefüllt wird, umso besser für das Klima. Dazu kann jede Verbraucherin und jeder Verbraucher beitragen,“ erläutert Clemens Fleischmann, Geschäftsführer des Arbeitskreises Mehrweg und nennt vier wertvolle Maßnahmen:
  • Mehrwegflaschen mit Schraubgewinde immer mit Deckel zurückbringen. Das schützt das empfindliche Gewinde.
  • Mehrwegflaschen im Kasten kaufen. Das erleichtert nicht nur den Transport, sondern schützt auch die Flaschen.
  • Mehrwegflaschen pfleglich behandeln - so wie die Lieblingskaffeetasse zu Hause, die ja auch lange halten soll.
  • Mehrwegflaschen nach Gebrauch schnell zurückbringen. So werden ingesamt weniger Mehrwegflaschen gebraucht.
Fleischmann betont, dass es auch darum gehe, für mehr Wertschätzung des scheinbar simplen Alltagsgegenstandes Mehrwegflasche zu werben. Mehrweg schütze nicht nur das Klima, sondern hinter dem reibungslos funktionierenden Mehrwegsystem stehe auch eine starke Zusammenarbeit von Herstellern, Getränkefachgroßhandel, Handel und letztlich auch Verbrauchern.  „Gedankenloses Handeln ist viel zu oft Teil unseres Alltags. Der bewusste Griff zur Mehrwegflasche macht dagegen einen wichtigen Unterschied fürs Klima.“ 

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung läuft in diesem Jahr unter dem Motto „Wertschätzen statt wegwerfen – miteinander und voneinander lernen" und dauert vom 16. – 24. November.

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Hintergrundinformationen
  • Mehrwegflaschen aus Glas werden bis zu 50-mal, Mehrwegflaschen aus PET bis zu 25-mal wieder befüllt.
  • Alle Ökobilanzen der vergangenen Jahre haben bestätigt, dass Mehrwegflaschen aus der Region in Punkto Klimaschutz besser abschneiden als Einwegflaschen. Nach der grundlegenden Ökobilanz der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) von 2008 beträgt der CO2-Fußabdruck pro 1000 Liter abgefüllte Getränke bei einer PET-Mehrwegflasche 68,7 kg, bei einer Glas-Mehrwegflasche 84 kg und bei einer Einwegflasche 139 kg. Der Vorsprung von Mehrweg wurde seitdem durch zahlreiche weitere Ökobilanzen bestätigt. Mittlerweile zeigen Berechnungen für einzelne Systeme, dass sich die Umweltwerte für alle Verpackungsarten aufgrund des technischen Fortschritts der vergangenen Jahre deutlich verbessert haben. Eine konsolidierte Berechnung dieser Werte über alle Verpackungsarten liegt aber derzeit nicht vor.
  • In einer Ökobilanz werden alle Faktoren berücksichtigt, die für die Umwelt eine Rolle spiele: von der Rohstoffbeschaffung über Transport und Spülen der Flaschen bis zum Recycling. Es werden also auch die Punkte berücksichtigt, bei denen es auf den ersten Blick so wirkt, als würden Mehrwegflaschen etwa durch Transport oder Reinigung einen Nachteil haben.
  • Umlaufhäufigkeit und Transportentfernung von Mehrwegflaschen spielen beim ökologischen Vorsprung eine wichtige Rolle. Je nach Flaschentyp wird der Umweltvorteil der Mehrwegflasche gegenüber einer Einwegflasche bereits nach rund 10 Wiederbefüllungen erreicht. Mit jeder weiteren Füllung vergrößert sich aber der Klimaschutzvorsprung von Mehrwegflaschen und es werden jedes Mal wertvolle Rohstoffe eingespart.
Zu den 4 Mehrweg-Tipps
  • Bei der Rückgabe von Mehrwegflaschen mit Gewinde ist es wichtig, die Flasche mit Deckel zurück zu geben. So wird das empfindliche Gewinde geschützt. Vor der Reinigung wird der Deckel maschinell entfernt und sortenrein recycelt. Der gut gemeinte Ratschlag, den Deckel separat zu entsorgen oder ihn in eine Sammlung für einen karitativen Zweck zu geben, ist bei Mehrwegflaschen fehl am Platz.
  • Kleinere Haushalte, der demographische Wandel und neue Einkaufsgewohnheiten führen vermehrt zum Kauf von Einzelflaschen. Grundsätzlich gilt, dass der Transport von Mehrwegflaschen in Kästen die Lebensdauer der Flaschen verlängert. Hierzu gibt es zwei Tipps: viele Getränke werden auch in kleineren 6er, 8er, 9er oder 11er-Kisten angeboten. Werden dennoch Einzelflaschen gekauft, hilft es ganz einfach, die Flaschen pfleglich zu behandeln – so wie das Geschirr zu Hause auch pfleglich behandelt wird.
  • Mehrwegflaschen schnell wieder zurück zu geben, trägt vor allem im Sommer dazu bei, dass das Mehrwegsystem reibungslos funktioniert. Es hat aber auch grundsätzlich einen positiven Effekt für Klima und Umwelt, wenn Mehrwegflaschen schnell zurückkommen. Denn so werden insgesamt weniger Mehrwegflaschen für das Mehrwegsystem gebraucht und weniger Rohstoffe und Energie verbraucht.
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