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Erkennen. Vernetzen. Handeln.

Fachtagung kontakt. - ultranationalistische und rechtsextreme Bewegungen im Sportumfeld

(lifePR) (Frankfurt am Main, )
Am 13. Dezember 2025 fand die erste Fachtagung des Projekts kontakt. – ultranationalistische und rechtsextreme Bewegungen im Sportumfeld statt. Der Schwerpunkt lag dabei insbesondere auf dem türkischen Rechtsextremismus im Sportumfeld. Die Veranstaltung hat dazu beigetragen, bestehende Netzwerke zu stärken, Problemfelder im organisierten Sport vertieft zu analysieren, Wissen auszutauschen sowie bestehende Lücken sichtbar zu machen und Handlungsbedarfe festzustellen.

Zentrale Erkenntnisse lieferte die Präsentation der Mapping-Ergebnisse von Prof. Dr. Kemal Bozay. Diese verdeutlichten, in welchen Kontexten türkischer Rechtsextremismus im Sportumfeld präsent ist und welche Faktoren Sportvereine mit rechtsextremen Tendenzen insbesondere für Kinder und Jugendliche attraktiv machen können. Sportvereine wurden dabei sowohl als wichtige Identitäts- und Sozialisationsräume als auch als potenziell instrumentalisierbare Orte für ultranationalistische Ideologien beschrieben.Vor diesem Hintergrund nahm das Forschungsteam auch präventive Ansätze in den Blick und formulierte Empfehlungen für strukturelle sowie pädagogische Maßnahmen. Hervorgehoben wurde dabei insbesondere die Bedeutung des Aufbaus langfristiger Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Präventions- und Beratungsstellen. 

Elena Lamby, zuständige Ressortleiterin bei der dsj, betonte: „Als Sportjugenden tragen wir eine besondere Verantwortung: Wir müssen sicherstellen, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Sport vor Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung geschützt sind. Mit unserer Arbeit im Handlungsfeld Sport mit Courage und Projekten wie kontakt. setzen wir uns konsequent gegen Rechtsextremismus und Rassismus ein. Gerade Tendenzen der Radikalisierung bei Jugendlichen stellen uns vor große Herausforderungen. Insbesondere für Jugendliche sollten Sportvereine positive Identitätsnarrative anbieten. Der unermüdliche, vielfach ehrenamtliche Einsatz von Betroffenen hat dazu beigetragen, türkischen Rechtsextremismus auch im Sport sichtbar zu machen. Unsere Aufgabe ist es, diese Impulse aufzugreifen, fachlich zu begleiten und den organisierten Sport als Ort von Respekt, Vielfalt und Courage zu stärken.“

Özge Erdoğan von der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus stellte ihre Arbeit vor und betonte: „Wir als Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland sind als Betroffenenorganisation gezwungen, uns mit dieser Thematik auseinanderzusetzen – nicht aus freier Wahl, sondern aufgrund unserer eigenen Erfahrungen. Diese Auseinandersetzung haben wir uns nicht ausgesucht. Betroffene sind dabei nicht ausschließlich Betroffene: Durch ihre persönlichen Erfahrungen sowie die oftmals jahrelange, teils zwangsläufige Beschäftigung mit dem Thema verfügen sie über eine besondere Expertise. Diese Perspektiven und dieses Wissen müssen anerkannt und in der Praxis einen Platz finden. Wenn über Rechtsextremismus gesprochen wird und Maßnahmen dagegen ergriffen werden, muss der türkische Rechtsextremismus stets mitgedacht werden, da er leider Teil unserer gesellschaftlichen Realität ist."

Begleitende Workshops thematisierten unter anderem antikurdischen Rassismus (Civan Akbulut, Informationsstelle Antikurdischer Rassismus e.V.), Empowerment (Özge Erdoğan, Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus), rassismuskritische Ansätze im Sport (Jeyathiliban Sivasubramaniam) sowie türkischen Ultranationalismus im Sportumfeld (Dîlan Akdoğan und Alex Strohmayer, dsj). Als zentrale Bedarfe wurden mehr Wissen und Sensibilisierung, die stärkere Einbindung von Betroffenen, Räume für Austausch und Vernetzung sowie eine nachhaltige strukturelle Verankerung des Themas im Sport benannt.

Die Tagung wurde von einem Awareness-Team begleitet. Die Moderation übernahm Helin Tosun. Das Projekt kontakt. – ultranationalistische und rechtsextreme Bewegungen im Sportumfeld wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert. Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung. Weitere Informationen gibt es auf der dsj-Projektwebsite.

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