Dienstag, 28. Februar 2017


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ZU-Studierende sind die Sozialunternehmer der Zukunft

Sieg im Ideenwettbewerb

(lifePR) (Friedrichshafen, ) Großer Erfolg für die drei ZU-Studierenden Laura Bechthold, Johanna Stephan und Nikolina-Romana Milunovic: Sie haben im bundesweiten Studenten-Wettbewerb "impACT³" auf der Suche nach den Sozialunternehmern der Zukunft den ersten Preis für ihre sozialunternehmerische Idee gewonnen. Die Studierenden überzeugten die Jury mit dem Projekt "Spread the Word", das in Gefängnissen hergestellte Produkte vermarktet und damit den Insassen eine bessere Resozialisierung ermöglichen soll. Zudem wollen sie mit ihrer Kampagne über die sozialen Hintergründe von Jugendkriminalität aufklären.

Das Gewinnerteam, das neben Laura Bechthold, Johanna Stephan und Nikolina-Romana Milunovic auch aus dem WHU-Studenten Marius Jeuck besteht, wurde bei einer Festveranstaltung an der Jacobs University in Bremen vor rund 200 Gäs-ten unter fünf Finalisten gekürt, die die neunköpfige Expertenjury zur Projektpräsentation zum Finale eingeladen hatte. Zuvor hatten die rund 100 Wettbewerbs-teilnehmer von neun europäischen Universitäten über sieben Wochen mit maximal 16 Euro Startkapital sozialunternehmerische Projekte entwickelt und in die Praxis umgesetzt. Platz zwei im Wettbewerb ging nach dem ZU-Team an ein Projekt der Aarhus School of Business, ein Team der Jacobs University errang Platz drei.

Das Ziel von "Spread the Word": Produkten, die in Justizvollzugsanstalten produziert werden, durch gezielte Marketing- und PR-Arbeit neue Kundengruppen zu erschließen. "Während eines Workshops fiel uns auf, dass viele Produkte von diesen Einrichtungen hergestellt werden, die allerdings durch einen Mangel an professionellem Marketing den meisten unbekannt bleiben", berichtet Nikolina-Romana Milunovic. Ihr Geschäftsmodell war so überzeugend, dass sie als ersten Kunden das Land Baden-Württemberg gewinnen konnten - mit der Idee, die in Gefängnissen hergestellten Produkte einem größeren Kundenkreis bekannt zu machen. Erster Auftrag: die Frauenvollzugsanstalt Heilbronn. "Wichtig ist uns dabei nicht nur das wirtschaftliche Ziel der Absatzsteigerung für die Produkte, sondern vor allem durch begleitende kommunikative Maßnahmen auf die gesellschaftlichen Hintergründe von Kriminalität aufmerksam zu machen", sagt Laura Bechthold.

Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland, die den Wettbewerb finanziell unterstützt hat, gratulierte den Gewinnern: "impACT³ hat in eindrucksvoller Weise gezeigt, mit welchem Unternehmergeist Studierende aller Fachrichtungen aus ganz Europa intelligente und nachhaltige Lösungen für die Gesellschaft entwickeln - auch für Menschen außerhalb ihres eigenen Lebensum-felds. Die Vodafone Stiftung Deutschland fühlt sich dadurch ermutigt, das Themenfeld Social Entrepreneurship auszubauen und weiter aktiv zu fördern."

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