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Pressemitteilung BoxID: 453082 (VDI Verlag GmbH)
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Mercedes-Benz: "Terminplan für Kältemittel R744 ist ambitioniert"

Daimler setzt auf gemeinsame Anstrengungen der deutschen Autoindustrie und dringt auf einheitliche Standards

(lifePR) (Stuttgart, ) Bei der Einführung des neuen Kältemittels R744 (CO2) für Pkw-Klimaanlagen drückt Daimler aufs Tempo. Ziel sei es bis 2017 alle Neuwagen in Deutschland mit dem neuen Kältemittel auszustatten. "Der Terminplan ist ambitioniert", sagte Stefan Geyer, bei Mercedes-Benz Entwicklungsleiter für Interieur und Fahrzeugklimatisierung, den VDI nachrichten. "Mit unseren Systemzulieferern wollen wir alle benötigten Komponenten bis spätestens Anfang 2014 spezifizieren. Es gilt, sie dann serientauglich zu entwickeln und Produktionskapazitäten aufzubauen."

Zuvor war das von der EU favorisierte neue Kältemittel R1234y beim Stuttgarter Konzern durch interne Sicherheitstests gefallen. Seither sucht der Autobauer fieberhaft nach Alternativen. Da die Umstellung "erheblichen Integrationsaufwand" mit sich bringt, setzen die Schwaben auf branchenweite Zusammenarbeit. Deshalb würden derzeit alle sieben in Deutschland beheimateten Autohersteller intensiv mit den Autozulieferern an Standards und der serienreifen Entwicklung der neuen Klimatechnik arbeiten, sagte Geyer.

Das sei aber nur gemeinsam zu schaffen. "Wir können 2017 nur durchstarten, wenn die Systeme die nötige Reife haben und die Komponenten in den nötigen Stückzahlen verfügbar sind. Wir arbeiten daran in einem großen, zuliefererübergreifenden Team."

Um die neue Klimatechnik in bestehende Modelle integrieren zu können, setzten die deutschen Hersteller aus Kostengründen auf ein Baukastensystem und industrieweit einheitliche Normen. "Es braucht möglichst von Beginn an standardisierte Baukastenlösungen, damit die Zulieferer eine vernünftige Volumenplanung durchführen können und die Systemkomplexität sinkt", so Geyer. Deshalb würden derzeit Experten aller deutschen Autohersteller und ihrer Lieferanten "mit Hochdruck Normen und Standards" festlegen. "Die Gespräche sind sehr konstruktiv und fokussiert", betonte er.