Samstag, 24. Februar 2018


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Der VCD fordert eine Tarifreform für das gesamte Rhein-Main-Gebiet

Kassel, (lifePR) - Das Rhein-Main-Gebiet zeichnet sich durch eine netzartige Siedlungsstruktur aus. Die Wegebeziehungen der Bewohner verlaufen Kreuz und Quer durch die Region. Der prognostizierte Zuzug wird diesen Prozess noch weiter verstärken.

Die Region braucht daher vor allem neue, schnelle und leistungsfähige tangentiale Verbindungen. Mit den neuen Expressbuslinien hat der RMV hier erste Voraussetzungen für eine attraktivere Netzstruktur geschaffen. Die neue X97 Linie von Bad Vilbel über die Autobahn 661 nach Offenbach ab 10. Dezember ermöglicht beispielsweise die schnelle Umfahrung von Frankfurt.

"Diesen Verbindungen muss eine Tarifreform folgen. Es macht keinen Sinn wenn die Angebote durch Preissprünge an den Tarifgrenzen unbezahlbar bleiben”, sagt Mathias Biemann Vorsitzender des VCD Hessen.

Dass dies mit dem entsprechenden politischen Willen möglich ist, zeigt das aktuelle Beispiel in Frankfurt.

 "Der VCD begrüßt die Preissenkungen für das Frankfurter Stadtgebiet außerordentlich. Dies ist die richtige Maßnahme für eine so stark durch Pendler belastete Stadt", sagt Mathias Biemann Vorsitzender des VCD Hessen, "gerade das günstige Tagesticket bietet einen hohen Anreiz das Auto stehen zu lassen und den ÖPNV zu nutzen. Solche Preissenkungen fordern wir auch für die anderen Gebiete des RMV."

Denn allein durch ein günstigeres Angebot im Stadtgebiet von Frankfurt lässt sich das Pendlerproblem in der Rhein-Main-Region nicht lösen. Es braucht eine Reform, die das gesamte Tarifgebiet umfasst und nicht wieder neue Probleme provoziert, wie im Falle von Frankfurt das Zuparken der Stadtränder durch Pendler, die sich die teuren Tarifsprünge vom Umland in die Stadt sparen wollen.

"Von einem attraktiven ÖPNV profitieren nicht nur die Fahrgäste, denn ohne den öffentlichen Personenverkehr würden die Staus auf den Straßen noch erheblich größer ausfallen," sagt Mathias Biemann Vorsitzender des VCD Hessen, "die Luftbelastung und die Zahl der Verkehrstoten würden ebenfalls steigen."

Die im Vertrag der schwarz-grünen Koalition in Hessen angestrebte Nutznießerfinanzierung, die profitierende Unternehmen in die Finanzierung des ÖPNV einbeziehen soll, müsse mit mehr Nachdruck verfolgt werden, fordert der ökologische Verkehrsclub daher von der Regierungskoalition. Dann könne das Angebot im ÖPNV weiter verbessert und die Fahrpreise gesenkt werden.

Hintergrund Nutznießerfinanzierung:
Die Nutznießerfinanzierung sind zweckgebundene Abgaben, die von den Kommunen erhoben werden, um das ÖV-Angebot kontinuierlich verbessern und die Fahrpreise senken zu können. Der VCD schlägt vor, hierfür die Nutznießer des ÖPNV an dessen Finanzierung zu beteiligen: Unternehmen, Veranstalter, Einzelhändler, Immobilienbesitzer und auch Autofahrer profitieren von einem besseren ÖPNV-Angebot.

Die mögliche Ausgestaltung eines solchen ÖV-Beitrags wird in einer vom VCD beauftragten Studie vorgestellt. Link unter: http://bit.ly/1nij5Nk

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