Dienstag, 21. Februar 2017


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DFG fördert UKE-Nachwuchsforscher mit einer Millionen Euro

Ziel: Neuartige Therapien bei entzündlichen Nierenerkrankungen entwickeln

(lifePR) (Hamburg, ) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird eine Nachwuchsforschergruppe des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in den kommenden vier Jahren mit rund einer Millionen Euro fördern. Die jungen Wissenschaftler beschäftigen sich mit entzündlichen Vorgängen in der Niere und wollen dazu beitragen, langfristig neuartige Therapieverfahren zu erforschen.

"Im Fokus unserer Untersuchungen steht eine erst kürzlich entdeckte Zellpopulation, die sogenannte 'Innate Lymphoid Cell', der unter anderem in der Lunge und im Darm eine wichtige Funktion in der Immunantwort zugeschrieben wird", erklärt Projektleiter Dr. Jan-Eric Turner von der III. Medizinischen Klinik des UKE. Welche Rolle diese Zellen bei Nierenerkrankungen spielen, sei bisher kaum bekannt. "Unser Ziel ist es, die Funktion dieser Zellen bei entzündlichen Nierenerkrankungen besser zu verstehen und damit langfristig zur Entwicklung neuer Therapiestrategien für Patienten mit entzündlichen Nierenerkrankungen beizutragen." Die Deutsche Forschungsgemeinschaft wird das Projekt der UKE-Forscher im Rahmen ihres Emmy Noether-Programms für Nachwuchswissenschaftler in den kommenden vier Jahren mit 1,06 Millionen Euro fördern. Im Anschluss daran ist eine weitere einjährige Förderung mit 230.000 Euro möglich.

Immunzellen schädigen Nierengewebe

Entzündliche Nierenerkrankungen sind eine häufige Ursache für chronisches Nierenversagen, 10 bis 20 Prozent der dialysepflichtigen Nierenerkrankungen gehen auf solche Autoimmunerkrankungen zurück. Eine überschießende Aktivierung des körpereigenen Immunsystems führt dabei zur Schädigung des Nierengewebes. Nach dem aktuellen Stand der Forschung ist bei derartigen Erkrankungen das Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Mechanismen gestört. Dadurch kommt es zur Einwanderung von aktivierten Entzündungszellen in das Nierengewebe, die dann durch Produktion von gewebeschädigenden Substanzen und Botenstoffen die Entzündungsreaktion und, in Folge dessen, die Zerstörung des Nierengewebes fördern.

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