Sonntag, 18. Februar 2018


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Spiegelblick nicht vergessen - Radfahrer werden oftmals beim Aussteigen übersehen

Sorgfaltspflichten beim Ein- und Aussteigen

Erfurt, (lifePR) - Radfahrer leben gefährlich. Allein im vergangenen Jahr wurden nahezu 90.000 Fahrradfahrer in einen Verkehrsunfall verwickelt und dabei verletzt, 393 kamen dabei sogar zu Tode. Im Straßenverkehr zählen sie wie Fußgänger zu den vermeintlich Schwächeren. Eine Unfallgefahr, die jeder Fahrradfahrer kennt, sind sich plötzlich öffnende Autotüren. Unfallexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen weist Autoinsassen darauf hin, beim Aussteigen die nötige Sorgfaltspflicht walten zu lassen.

Der Großstadtdschungel ist für Fahrradfahrer nicht ungefährlich. Laut Unfallstatistik ist jeder siebte an Unfällen mit Personenschaden Beteiligte (14,7%) ein Fahrradfahrer. 87 992 Radfahrer waren das im Jahr 2016. Im Vergleich dazu waren lediglich 5,7% der verletzten Unfallbeteiligten Fußgänger.

Eine große Gefahrenquelle für Fahrradfahrer sind unachtsam geöffnete Fahrzeugtüren. Oftmals ist gerade für Fahrradfahrer und motorisierte Zweiradfahrer dann ein rechtzeitiges Bremsen oder Ausweichen nicht mehr möglich. Diese Verkehrsteilnehmer werden oftmals aufgrund ihrer schmalen Silhouette übersehen, weiß Achmed Leser vom TÜV Thüringen. Für ihn liegt der Fall klar auf der Hand: „Der parkende Autofahrer hat hierbei eindeutig seine Sorgfaltspflichten beim Ein- und Aussteigen verletzt. Das ist sogar im Paragraf 14 StVO klar geregelt“, so Leser. Dort heißt es in Absatz 1: „Wer ein- oder aussteigt, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung anderer am Verkehr Teilnehmenden ausgeschlossen ist.“

Das Gleiche trifft im Übrigen auch auf die Beifahrerseite des Fahrzeuges zu. „Die Fahrzeuginsassen auf der von der Fahrbahn abgewandten Seite müssen sich vor dem Aussteigen genauso wie der Fahrer vergewissern, ob andere Verkehrsteilnehmer beim Öffnen der Fahrzeugtür in Gefahr gebracht oder in Mitleidenschaft gezogen werden“, gibt Unfallexperte Leser zu bedenken. „Oftmals wird von Mitfahrern vor allem auf den hinteren Plätzen der nahende Verkehr nicht überblickt. Hier ist auch der Kraftfahrer gefragt, der mit einem Blick in die Spiegel ein sicheres Aussteigen aller Insassen gewährleisten kann.“

TÜV Thüringen e.V.

Der TÜV Thüringen, als Mitglied im Verband der TÜV e.V. (VdTÜV), unterstützt die EU-Charta für Straßenverkehrssicherheit "25 000 Leben retten".

Als international tätiges Dienstleistungsunternehmen mit Stammsitz in Erfurt sorgt der TÜV Thüringen für Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit. Dazu sind in den Geschäftsfeldern Anlagen und Produkte, Fahrzeug und Mobilität, Qualifizierung sowie Zertifizierung mehr als 1 000 Mitarbeiter weltweit tätig, davon mehr als 600 in Deutschland. Die Experten, Ingenieure und Sachverständigen des TÜV Thüringen arbeiten zum Vorteil aller Branchen, privater Kunden und der öffentlichen Hand. In Deutschland ist der TÜV Thüringen mit elf großen Standorten in Berlin, Bayern, Hessen, Sachsen und Thüringen sowie mit zahlreichen Kfz-Prüfstationen in Thüringen vertreten.

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