Mittwoch, 13. Dezember 2017


Fairtrade lässt Blumen sprechen

81 Millionen Fairtrade-Rosen verkauft

Köln, (lifePR) - Welche Sprache sprechen Blumen? Soviel ist klar: Könnten Schnittrosen sprechen, würden sie sich nicht auf Deutsch unterhalten. Rund 80 Prozent der Schnittblumen werden importiert, beispielsweise aus Ländern wie Kenia, Tansania oder Ecuador. "Noch immer arbeiten viele Beschäftigte in der Blumenindustrie in Entwicklungsländern unter menschenunwürdigen Bedingungen", sagte TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath im Vorfeld der Internationalen Pflanzenmesse IPM in Essen. Fairtrade setzt hier an. In Kenia sind zwölf Prozent aller Blumenfarmen Fairtrade-zertifiziert. "Den Anteil wollen wir dort und in weiteren Ländern ausbauen, damit mehr Menschen von Fairtrade profitieren." Arbeits- und Gesundheitsschutz sind bei Fairtrade ebenso Pflicht, wie sparsamer Umgang mit Wasser und Pestiziden. Ein Konzept, das bei deutschen Verbrauchern ankommt: Seit der Einführung von Fairtrade-Rosen 2005 wuchs der Marktanteil kontinuierlich. 2010 lag er bei 2,4 Prozent. Nach aktuellen Schätzungen stieg der Absatz 2011 um 12,5 Prozent auf rund 81 Millionen Stiele. Rosen sind nach Kaffee das zweitwichtigste Fairtrade-Produkt.

Fairtrade-Rosen bei Floristen

Pünktlich zum näher rückenden Valentinstag werden Fairtrade-Rosen bundesweit bei Floristen eingeführt. Bei rund 300 Blumen-Fachgeschäften sind ab sofort Fairtrade-Rosen erhältlich. Die langstieligen, großköpfigen Rosen stammen aus dem kenianischen Hochland um Mount-Kenya. Hier herrschen optimale klimatische Bedingungen. Durch die höhere Lage wachsen die Rosen langsamer und bilden so ihre großen farbenprächtigen Köpfe aus. Jede Blume trägt einen Fairtrade-Code. Die Nummer gibt Aufschluss über die Herkunft der Blume und der jeweiligen Prämienprojekte.

Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte

Fairtrade-zertifizierte Blumenfarmen erhalten eine zusätzliche Fairtrade-Prämie. Sie beträgt zehn Prozent des Exportpreises. Wofür die Prämie eingesetzt wird, entscheidet ein Gremium aus Vertretern des Managements und demokratisch gewählten Arbeitervertretern. Das Prämiengeld fließt in Gemeinschaftsprojekte. Die Blumenfarm Ravine Roses in Kenia ließ beispielsweise eine Krippe für die Arbeiterkinder bauen. Außerdem wurden mit Prämiengeldern Schutzimpfungen für die Kinder, HIV-Tests und Beratungsgespräche zur Familienplanung finanziert.

Für den fairen grünen Daumen: Fairtrade-Zimmerpflanzen

Neben Blumen im Zehnerbund und langstieligen Einzelrosen sind nun auch Fairtrade-zertifizierte Zimmerpflanzen erhältlich. Ab sofort führen Knauber's Hobbymärkte im Großraum Köln/Bonn verschiedene Palmen- und Bambusarten aus Sri Lanka. Auch wenn Fairtrade-Rosen und -Zimmerpflanzen per Flugzeug transportiert werden, ist ihre Ökobilanz besser, als Pflanzen aus europäischen Treibhäusern. Die wärmeren Klimabedingungen machen das Heizen der Gewächshäuser überflüssig, darüberhinaus wirken sich die strengen Fairtrade-Umweltkriterien positiv auf die Ökobilanz aus. Auch der Verband des Deutschen Blumen-, Groß- und Importhandels BGI empfiehlt Fairtrade für nachhaltigen Blumenanbau.

Jedes Produkt hat ein Gesicht

2012 feiert der gemeinnützige Verein TransFair sein 20-jähriges Bestehen. Unter dem Motto "Jedes Produkt hat ein Gesicht" legt TransFair im Jubiläumsjahr jeden Monat den Fokus auf ein spezifisches Produkt. Der Februar steht ganz im Namen der fairen Königin der Blumen. Mit Fairtrade-Rosengrüßen zum Valentinstag machen Verbraucher nicht nur ihren Liebsten eine Freude, sondern zeigen Verantwortung für einen gerechteren und umweltbewussten Konsum.

Besuchen Sie Fairtrade auf der IPM in Essen am Stand 1D10 in Halle 1.0 in Kooperation mit Omniflora.

TransFair Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt

Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern durch die Vergabe des Fairtrade-Siegels für fair gehandelte Produkte zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 36.000 Geschäften. Über 18.000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee und -Kakao aus. 200 Firmen stellten Produkte unter den Fairtrade-Bedingungen her. www.fairtrade-deutschland.de

Blumenfinder:

Fairtrade-Blumen erhalten Sie unter anderem bei: Rewe, Penny, Toom, Hit, Edeka Südwest, Tegut, Pflanzen Kölle, Blumen Risse, Blume200, sowie bei verschiedenen Floristen. Weitere Informationen unter http://www.fairtrade-deutschland.de/...

Jubiläum:
Informationen zum Jubiläum erhalten Sie unter http://www.fairtrade-deutschland.de/...

Internationales Netzwerk und Kontrollen:

TransFair gehört zum internationalen Verbund Fairtrade International (FLO), in dem Initiativen aus 27 Ländern und die drei kontinentalen Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. Unter Beteiligung aller Stakeholder setzt FLO die international gültigen Fairtrade-Standards fest. Zusätzlich unterstützt und berät der FLO e.V. die Produzentengruppen durch lokale Berater.

Alle beteiligten Akteure werden regelmäßig von FLO-CERT GmbH kontrolliert. Die Gesellschaft mit Sitz in Bonn arbeitet mit einem unabhängigen, transparenten und weltweit konsistenten Zertifizierungssystem nach den Anforderungen der Akkreditierungsnorm ISO 65 (DIN EN 45011). Unabhängige Inspektoren kontrollieren weltweit über 1.000 Händler und fast ebenso viele Produzentengruppen. Mit den Überprüfungen wird gewährleistet, dass die Fairtrade-Standards eingehalten werden, die Mehreinnahmen den Produzentenorganisationen in den Entwicklungsländern zufließen und dort selbstbestimmt und nachhaltig eingesetzt werden. Mehr Informationen unter www.fairtrade-deutschland.de

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