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Pressemitteilung BoxID: 346841 (Stadtwerke Augsburg Holding GmbH)
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Vorfahrt für Biogas

Stadtwerke Augsburg erhalten ADAC MobilitätsPreis Bayern 2012

(lifePR) (Augsburg, ) Der vom ADAC in Bayern vergebene MobilitätsPreis 2012 geht an die Stadtwerke Augsburg. Der Automobilclub würdigt damit den Einsatz von Erdgasbussen mit regenerativem Biomethankraftstoff als Baustein zur Verbesserung der innerstädtischen Luftqualität. "Damit entsteht sozusagen ein geschlossenes System, das gleichermaßen ein Baustein dafür ist, wie die vieldiskutierte Energiewende vielleicht doch noch gelingen könnte. Denn für diesen notwendigen Turnaround müssen in Deutschland einfach alle nutzbaren Formen erneuerbarer Energien intelligent zusammengeführt werden, wie das hier beispielhaft der Fall ist", würdigte der Vorsitzende des ADAC Südbayern, Dr. August Markl, den Preisträger. 1995 kauften die Stadtwerke die ersten acht Erdgasgelenkbusse und setzen seitdem auf Erdgas (CNG) als Kraftstoff.

In allen 114 Bussen der Flotte kommt diese Technologie zum Einsatz. Erdgas hat mehrere Vorteile, es kostet bei gleicher Fahrstrecke nur halb so viel wie Benzin, etwa ein Drittel weniger als Diesel außerdem ist es Klimafreundlich, denn mit dem Bio-Erdgas, das nicht nur die Busse antreibt, sondern das die Stadtwerke auch an ihren Zapfsäulen anbieten, werden CO2 und Treibhausgase gegenüber Benzin um 90 Prozent reduziert. So sind die Kohlendioxidemissionen der Stadtwerke-Busflotte um knapp 6.000 Tonnen (zum Vergleich, ein Güterschiff im Binnenverkehr wiegt etwa 2.600 Tonnen) geringer, als bei einem reinen Dieselbusbetrieb.

Die beiden Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Walter und Dr. Claus Gebhardt freuen sich: "Es ist schön, dass unser Bekenntnis zum Umweltschutz durch den Einsatz alternativer Kraftstoffe einen solchen Anklang findet." "Die Stadtwerke sind seit zwei Jahren der einzige großstädtische Verkehrsbetrieb in Deutschland, dessen Busse im Regelbetrieb ausschließlich mit Erdgas und seit 2011 sogar mit Bio-Erdgas fahren", so Norbert Walter. Doch die Stadtwerke Augsburg haben ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2017 soll der gesamte öffentliche Nahverkehr CO2-neutral betrieben werden. "Die Bio-Erdgas-Busflotte ist dazu nur der erste Schritt", so Dr. Claus Gebhardt. "Durch den Ausbau eigener regenerativer Energieerzeugung wollen wir in fünf Jahren auch unsere 86 Straßenbahnen mit Ökostrom antreiben."

In seinem Grußwort betonte Markl, dass es keinen Königsweg in die Mobilität der Zukunft gibt. Der ADAC würde sich seit langem intensiv mit allen Technologien beschäftigen, die für den Endverbraucher geeignet sind, seine persönliche Mobilität nachhaltig und zu einem akzeptablen Preis zu sichern. Deshalb sei aktuell der Erdgasantrieb eine sinnvolle, bewährte und vor allem sofort verfügbare Brückentechnologie. Er überlasse es den Ingenieuren und Forschern darüber zu befinden, ob in zwanzig oder dreißig Jahren mit dann hoffentlich effizienten Elektromotoren oder mit Wasserstoffantrieb gefahren werde.

Über die Preisvergabe freute sich auch Claus Sauter, Vorstandsvorsitzender der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG: "Die vertiefte Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Augsburg zeigt, dass wir mit unserem Produkt zwei wichtige Bedürfnisse erfüllen: Biomethan gibt es ohne Mehrkosten für den Verbraucher, aber mit maximalem Klimaschutz. Dass beides wunderbar zusammen geht, beweist die stetig wachsende Zahl von Kommunen und Unternehmen, die sich für unseren ausschließlich aus agrarischen Reststoffen hergestellten neuen Biokraftstoff Verbiogas entscheiden. Das bestätigt die Verleihung des ADAC Mobilitätspreises 2012 an die Stadtwerke Augsburg für den Einsatz von Verbiogas in ihrer Busflotte.

ADAC MobilitätsPreis Bayern wird seit 2001 vergeben

Mit dem jährlich vergebenen ADAC MobilitätsPreis werden seit 2001 Projekte, Leistungen und Denkansätze aus dem Bereich des Verkehrswesens in Bayern ausgezeichnet. Der Preis ist undotiert, als Anerkennung erhalten die Preisträger eine vom renommierten Münchner Bildhauer H. W. Twardzik geschaffen Skulptur, die das Thema Mobilität künstlerisch aufgreift und widerspiegelt. Darunter sind Großunternehmen wie BMW, MAN, Deutsche Bahn AG und ZF Sachs ebenso wie mittelständische Firmen wie Innotec, ein Entwickler von Fußgängerschutzsystemen für Pkw, oder das Logistik Kompetenz-Zentrum Prien, das die Auszeichnung für ein wegweisendes Verladekonzept zum Alpen querenden Güterverkehr erhielt.