Unsicherheit im Handwerk: Wie bleibt betriebliche Mobilität langfristig gewährleistet?

(lifePR) ( Nürburg, )
Beim bfp Fuhrpark-Forum kamen am 21. und 22. Mai 2019 rund 3.000 Fachleute in den Hallen des Nürburgrings zusammen. 126 Aussteller präsentierten aktuelle Lösungen, in Fachvorträgen diskutierten Experten praxisorientierte Fragestellungen rund um die betriebliche Mobilität. Zu den wichtigsten Trendthemen der Leitmesse gehörten unter anderem E-Mobilität, Lastenfahrräder, E-Bikes, aber auch wirtschaftliche Effizienz und individuelle Ansprüche. Speziell das Handwerk steht im Mobilitätswandel vor großen Herausforderungen – diese standen im Fokus von Gesprächen, bei denen auch ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer vor Ort Stellung bezog.

Handwerksbetriebe stehen vielfach vor dem Problem, dass Investitionen in Firmenfahrzeuge nachhaltig sein müssen, um den Betrieb wirtschaftlich zu halten. Einschränkungen wie etwa Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge können das Geschäft schwer belasten. Andreas Brodhage von der Global Automotive Service GmbH sieht hier in erster Linie politische statt technologische Hemmnisse. „Die Hardware-Nachrüstung ist technisch möglich. Die Politik gibt keinen Druck auf die Hersteller, weil es um viel Geld geht. Der freie Markt könnte das Problem lösen“, sagte er bei der Podiumsdiskussion „Handwerk und alternative Mobilität“.

In diesem Rahmen stellte Hans Peter Wollseifer fest: „Betriebliche Mobilität bleibt für Handwerksfirmen weiter unsicher, es gibt keine verlässlichen Entscheidungen seitens der Politik.“ Umweltbelastung entstehe nicht nur durch Fahrzeuge, sondern auch durch andere Faktoren. Aus Wollseifers Sicht hätten die Kommunen schon vor fünf, sechs Jahren gegensteuern können. „Es braucht Verkehrsrechner und Verkehrsleitsysteme“, forderte er. Das Podium war sich einig, dass Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen Konzepte und pragmatische Lösungen schaffen müssen, damit sowohl die betriebliche als auch die private Mobilität gewährleistet bleiben.

Neben handwerklichen Sonderthemen bot der Veranstalter Schlütersche Mediengruppe im Rahmen des bfp Fuhrpark-FORUMs erstmals auch eigene Führungen für Handwerker an, bei denen Fachredakteure besonders relevante Messe-Highlights präsentierten.

Insgesamt war bei der Leitmesse eine deutliche Aufbruchstimmung zu spüren, die Zukunft der Mobilität gemeinsam zu gestalten. Entscheider der betrieblichen Mobilität, die in Deutschland für 60 Prozent der Neuwagenkäufe zuständig sind, können hier durch ihre Planung maßgebliche Verantwortung für die Entwicklung des Mobilitätsmarktes übernehmen. Keynote-Speaker Amir Roughani, CEO der Vispiron-Gruppe, appellierte für mehr Entschlossenheit: „Im internationalen Vergleich hängt Deutschland bei der alternativen Mobilität zurück. Es ist wie beim Fußball: Wenn man zurückliegt, kommt man mit einer defensiven Strategie nicht weiter. Man muss umdenken und angreifen!“

Bei den vielfältigen Blicken nach vorne ging das Programm des bfp Fuhrpark-FORUMs 2019 auch ganz konkret auf die aktuellen Herausforderungen im Fuhrparkmanagement ein. Vorträge behandelten wichtige rechtliche Rahmenbedingungen und zeigten Ideen und Möglichkeiten auf, effizient und kostenreduziert zu arbeiten. Zudem konnten im Praxisteil Teilnehmer in speziellen Fahrsicherheits-Workshops das Verhalten von Nutzfahrzeugen in Extremsituationen testen. Für Testfahrten mit Erlebnisfaktor standen die Landstraßen der Eifel, der Formel-1-Kurs am Nürburgring sowie eine E-Bike-Strecke zur Verfügung.
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