Prominente fordern die Stärkung von Frauen und Mädchen weltweit

"Armut ist sexistisch"

(lifePR) ( Berlin, )
In einem offenen Brief an die politisch Verantwortlichen der Welt fordert die Entwicklungsorganisation ONE ein Ende der Benachteiligung von Frauen und Mädchen weltweit. Den Aufruf zur Stärkung von Frauen und Mädchen haben bisher über 140.000 Menschen unterstützt. Dazu zählen internationale Prominente wie U2-Sänger und ONE-Mitbegründer Bono, US-Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey, Hollywood-Größen wie Meryl Streep, Natalie Portman, Reese Witherspoon, Lena Dunham, Emilia Clarke, Neil Patrick Harris und Ryan Reynolds sowie weitere bekannte Namen, darunter die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright, Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg oder die US-Komikerinnen Tina Fey, Amy Poehler und Amy Schumer. Auch bekannte deutschsprachige Persönlichkeiten schließen sich dem Aufruf an, unter anderem Comedienne Carolin Kebekus, ZDF-Journalistin Dunja Hayali, Schauspielerin Senta Berger, Sänger Jan Delay und die Autorin und feministische Aktivistin Anne Wizorek. Auch der Künstler Ólafur Elíasson sowie die Gastronomin Victoria Eliasdóttir zählen zu den Unterzeichner*innen.

Stephan Exo-Kreischer, Deutschland-Direktor von ONE sagt: „Frauen und Mädchen werden häufig systematisch daran gehindert, ihr volles Potenzial zu entfalten. Jeden Tag werden 39.000 Mädchen gegen ihren Willen verheiratet. Immer noch können 130 Millionen Mädchen auf der Welt nicht zur Schule gehen und rund eine Milliarde Frauen haben keinen Zugang zu einem eigenen Bankkonto. Mädchen und Frauen haben es überall auf der Welt schwerer als ihre männlichen Altersgenossen, aber je ärmer ein Land ist, desto stärker werden sie diskriminiert. Deswegen stellen wir ganz klar fest: Armut ist sexistisch. Dabei haben Mädchen und Frauen gleichzeitig das größte Potential, die extreme Armut ein für alle Mal zu beenden. Deswegen rufen wir die politisch Verantwortlichen dieser Welt auf, sie in allen Bereichen zu stärken. Wir werden die Armut in dieser Welt niemals beenden können, wenn wir die Hälfte der Bevölkerung zurücklassen.“

Über 150 Länder haben Gesetze, die das wirtschaftliche Potential von Frauen einschränken. Darunter sind 100 Länder, die Frauen bestimmte Berufe untersagen. In 18 Staaten ist es legal, dass die Ehemänner darüber bestimmen, ob die Frauen arbeiten dürfen oder nicht. Im weltweiten Vergleich verdienen Frauen rund 77 Prozent weniger als Männer. Investitionen in die Zukunft von Frauen wirken sich positiv auf die Wirtschaft, Stabilität, Sicherheit und die öffentliche Gesundheit eines Landes aus. Erhielten Mädchen denselben Zugang zu Bildung wie Jungen, könnten Entwicklungsländer Mehreinnahmen von bis zu 152 Milliarden US-Dollar im Jahr verbuchen. Bekämen Frauen denselben Zugang zu landwirtschaftlichen Produktionsmitteln wie Männer, könnten bis zu 150 Millionen Menschen vom chronischen Hunger befreit werden.

Exo-Kreischer weiter: „Egal, welche Statistiken man sich anschaut: Das Potential von Mädchen und Frauen wird dringend gebraucht, um die global vereinbarten Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bis 2030 zu erreichen. Es ist eindeutig belegbar: Wenn Frauen gestärkt werden, profitiert die ganze Gesellschaft. Leider wird dieser Tatsache nicht nur weltweit, sondern auch bei uns zu wenig Beachtung geschenkt. In Deutschland gehen die Ausgaben für Programme, die hauptsächlich der Stärkung von Frauen und Mädchen in ärmeren Ländern dienen, seit Jahren kontinuierlich zurück. Die Bundesregierung könnte während der momentanen Haushaltsverhandlungen ein wichtiges Zeichen setzen, indem sie diesen Trend endlich umkehrt.“

Um ein Signal an alle politische Verantwortliche dieser Welt zu setzen, rufen Prominente in einem offenen Brief von ONE weltweit dazu auf, Mädchen und Frauen zu stärken. Über 140.000 Menschen unterstützen diesen Aufruf. Zu den deutschsprachigen Unterstützer*innen zählen:


Sibylle Berg, Schriftstellerin, Dramaturgin und Kolumnistin
Senta Berger, Schauspielerin
Joana Breidenbach, Autorin und Mitgründerin der Spendenplattform betterplace.org
Culcha Candela, Musikgruppe
Jan Delay, Musiker
Toni Garrn, Model
Dunja Hayali, Journalistin und Fernsehmoderatorin
Minh-Khai Phan-Thi, Schauspielerin und Moderatorin
Carolin Kebekus, Komikerin und Schauspielerin
Hans Sarpei, Sportler und Moderator
Sookee, Rapperin
Sarah Wiener, Köchin und Autorin
und Anne Wizorek, Autorin und feministische Aktivistin


Den offenen Brief in voller Länge finden Sie hier: http://bit.ly/2wYgtOQ

Die Hashtags zu der Aktion lauten #ArmutIstSexistisch und #PovertyIsSexist
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