Schnelle ICE-Verbindung ersetzt IC-Kurswagen ins "Rottaler Bäderdreieck"

(lifePR) ( Passau/Regensburg, )
Nach den Protesten der niederbayerischen Heilbäder bietet die Bahn einen Kompromiss: Künftig nahtlose ICE-Anbindung und barrierefreies Umsteigen bei der Bahnanreise zur Kur oder zum Gesundheitsurlaub ins Bayerische Golf-und Thermenland.

Das Ausdünnen der Intercity-Verbindungen hat bei der Deutschen Bahn seit Jahren System. Vor allem Ostbayern ist betroffen. So fielen in der Vergangenheit bereits der tägliche IC-Kurzzug "Bayerischer Wald" wie auch der jeweils samstags verkehrende IC-Kurswagen "Großer Arber" dem Rotstift der Bahnmanager zum Opfer. Jetzt soll mit dem neuen Winterfahrplan 2014/2015 auch der Intercity-Kurswagen des IC "Rottaler Land" ins Rottaler Bäderdreieck gestrichen werden. Dagegen haben sich die niederbayerischen Heilbäder erfolgreich gewehrt: Statt einem Kurswagen nur am Samstag soll es in Zukunft von und zum Bahnhof Pocking/Bad Füssing als Ausgleich eine nahtlose und überdies bald barrierefreie Nahverkehrs-Zuganbindung an die superschnellen ICE-Züge in Passau geben - und zwar voraussichtlich täglich.

Die Argumente der Deutschen Bahn sind immer die gleichen, wenn es darum geht, Bahnverbindungen zu streichen: Kostengründe und zu geringe Auslastung. An der Wirklichkeit gehen diese vorgeschobenen Gründe oft vorbei. Wie im Fall des Intercity-Kurswagens, der bisher immer samstags in Passau vom IC "Rottaler Land" abgekoppelt wird und dann unter anderem nach Pocking, also direkt vor die Tore von Europas meistbesuchtem Kurort Bad Füssings rollt.

Fakten, so die Kurdirektoren der Region sind: 15 Prozent der jährlich rund 300.000 Bad Füssinger Gäste reisen mit dem Zug an. In Griesbach sind es rund sieben Prozent von 160.000 Kurgästen und in Bad Birnbach zehn Prozent der jährlich 120.000 Gäste.

Und auch die Praxis zeigt: "Meistens ist der Kurswagen schon lange vorher ausreserviert, von mangelnder Auslastung kann also keine Rede sein", sagt Kurdirektor Rudolf Weinberger.

Die lautstarken Proteste von regionalen Politikern und Abgeordneten konnten die Entscheidung der Bahn zwar nicht rückgängig machen. Unterm Strich könnte die Streichung des IC-Kurswagens ins Rottaler Bäderdreieck für die Kurorte und vor allem für die Gäste aber ein Gewinn werden. Sie profitieren bei der Reise durch Deutschland bis Passau vom höheren Tempo der modernen ICE-Züge im Vergleich zu den meist aus konventionellem Wagen- und Lokmaterial bestehenden IC-Zügen. "Auch der Komfort inklusive Bordrestaurant ist in diesen Zügen höher. Das Umsteigen in Passau wird durch die in der nächsten Zeit angestrebte Barrierefreiheit bequem und stressfrei. Außerdem soll die schnelle Verbindung nach Bad Füssing in Zukunft täglich angeboten werden. Bisher gab es den IC-Kurswagen nur jeweils am Samstag", sagt Bad Füssings Kurdirektor Rudolf Weinberger.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.