Heuchelei bei Wartezeitendebatte: Privatsprechstunden in Kliniken bleiben außen vor

(lifePR) ( Berlin, )
Die Wartezeitendebatte sei an Verlogenheit kaum noch zu überbieten, kritisiert der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich: "Die Wartezeitendebatte zeigt in erschreckender Weise die Unkenntnis, Ideologisierung und Heuchelei mit der Debatten im Gesundheitswesen geführt werden. Gerade die SPD ideologisiert die Debatte.

Es ist doch bemerkenswert, dass angebliche Wartezeiten nur bei Kassenärzten thematisiert werden. Solange in SPD-regierten Ländern, Städten und Kommunen in den staatlichen Universitätskliniken und städtischen und kommunalen Krankenhäusern von Chefärzten Privatsprechstunden abgehalten werden dürfen, sind alle Wortspenden eines Herrn Lauterbach zu diesem Thema Heuchelei.

Wenn die SPD es ernst meinen würde mit der Abschaffung der angeblichen Zwei-Klassen-Medizin, hätten alle Privatsprechstunden und Privatstationen in diesen Krankenhäusern abgeschafft werden müssen und das schon längst. Da aber auch die Krankenhäuser ohne Privatpatienten nicht existieren können, hört man von solchen Forderungen nichts. Also hat die Wartezeitendebatte ein anderes Ziel: Es geht um die Abschaffung der fachärztlichen Medizin in der niedergelassen Praxis zugunsten eben dieser Krankenhäuser. Das ist an Verlogenheit kaum noch zu überbieten.

Im Übrigen sind Wartezeiten bei Kassenärzten leicht zu erklären. Das Kassenarztsystem wird von Politik und Kassen budgetiert. Wenn das Geld weg ist, gibt es keine Termine mehr. In der verbleibenden Zeit bietet der Kassenarzt Privatsprechstunden an. Da nur rund acht Prozent der Patienten Privatpatienten sind, gibt es in diesen Privatsprechstunden natürlich schneller Termine. Das Problem ist die politisch zu verantwortende Budgetierung der Kassenpatiententermine."
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