Samstag, 21. Juli 2018


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Kinder- und Jugendförderung in Mecklenburg-Vorpommern ausbauen und nicht wegkürzen

Online-Petition des Jugendmedienverbandes hat schon über 500 Unterzeichner

Schwerin, (lifePR) - Die Kinder- und Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern ist in Gefahr:

Freie Träger der Jugendhilfe (Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, erzieherischer Kinder- und Jugendschutz) und insbesondere Jugendverbände sind durch die flächendeckende Sparpolitik in ihrer Existenz bedroht. Mindestens fragwürdig ist die Situation bei der Förderung der landesweit tätigen Jugendverbände zu nennen: viele Verträge für eine Zuwendung aus dem Landesjugendplan 5 (LJP-5) enthalten Fördersummen, denen eine nachvollziehbare Berechnungsgrundlage fehlt. Kürzungen wurden offenbar willkürlich vom zuständigen Landesamt für Gesundheit und Soziales entschieden. Erste Abschläge an die Verbände wurden erst nach Protest Ende Februar ausgezahlt. Eine kontinuierliche und auf Nachhaltigkeit ausgelegte Jugendverbandsarbeit ist unter solchen Bedingungen kaum möglich, heißt es in einer öffentlichen Petition im Internet zur prekären Lage der Kinder- und Jugendförderung im Land. (http://bit.ly/Y3Ewmc)

Der Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Online-Petition des Jugendmedienverbands Mecklenburg-Vorpommern (JMMV) und ruft alle Eltern und Fachleute der Kinder- und Jugendarbeit sowie alle Fachpolitiker und -politikerinnen auf: Unterschreiben Sie die Petition! Setzen Sie sich in Ihrem Wohnort und im Land Mecklenburg-Vorpommern dafür ein, die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe in ihrer Vielfalt bedarfsgerecht zu erhalten und auszubauen!

Maßschneidern statt wegkürzen! Jugendhilfe braucht ein Förderkonzept, das sich an realen Bedingungen und landesspezifischen Gegebenheiten orientiert und nicht ausschließlich an Pro-Kopf-Berechnungen. Jugendarbeit braucht solide Fördermodelle, Trägervielfalt und öffentliche Wertschätzung. Wie lebenswert kann das Land Mecklenburg-Vorpommern tatsächlich sein, wenn Gelder für Jugendarbeit und -hilfe weiter gekürzt werden und die notwendigen Standards nicht mehr aufrecht zu erhalten sind?

Hintergrund

Ein Land braucht Kinder und Jugendliche. Kinder und Jugendliche brauchen Förderung und Unterstützung, nicht nur durch Familien, Kitas und Schulen. Förderung braucht also auch freie und freiwillig agierende Strukturen - Menschen, Organisationen, Träger und Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Freie Träger der Jugenhilfe in all ihren Facetten brauchen Planbarkeit und Entwicklungsmöglichkeiten. "Frei" ist dabei allerdings die Seite der Ausführenden, nicht die Pflicht der Finanazierung der Aufgabe, Kinder und Jugendliche zu fördern und zu unterstützen. Hier handelt es sich keinesfalls um eine freiwillige Leistung des Landes oder der Kommune.

"Auch die bedarfsgerechte Ausstattung der Jugendarbeit ist eine Pflichtaufgabe! Der Bedarf richtet sich allerdings weder nach der Kassenlage von Land und Kommunen, noch lässt er sich allein an Pro-Kopf-Zahlen der Kinder und Jugendlichen festmachen. Um Kontinuität und Nachhaltigkeit im Bereich der Jugendhilfe zu gewährleisten, sind Sockelfinanzierungen bei sinkenden Zahlen der Kinder und Jugendlichen unerlässlich - warum stünden zum Beispiel zwanzig Kindern eine ihnen gerechte Förderung zu, zehn Kindern allerdings nicht mehr, da nun die Miete für den Jugendraum oder die Arbeit der Jugendarbeiter oder Angestellten in den Jugendverbänden, nicht mehr gezahlt werden könnte", erklärt Friedhelm Heibrock, Geschäftsführer des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern.

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