Samstag, 25. November 2017


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Siegerprojekt für die Erweiterung des Kunsthaus Zürich optimiert

Zürich, (lifePR) - Das für die Kunsthaus-Erweiterung in Zürich ausgewählte Projekt von David Chipperfield wurde nach Empfehlungen der Jury in Bezug auf städtebaulichen Kontext und innere Organisation optimiert. Die Ergebnisse der Weiterbearbeitung sind eine kontrollierte Reduktion des Volumens, die präzisere Setzung des Gebäudes am Heimplatz, seine Öffnung nach allen vier Seiten und die Aufwertung des Gartens der Kunst.

Der puristisch-elegante Entwurf von David Chipperfield Architects, der im Dezember 2008 als Sieger aus dem Wettbewerb um die Kunsthaus-Erweiterung hervorgegangen war, wurde in der ersten Jahreshälfte 2009 nach Empfehlungen der Jury optimiert. Gearbeitet wurde am Volumen und hinsichtlich des Bezugs des Gebäudes zu seiner Umgebung. Ferner war die Zugänglichkeit der zentralen Halle zu überdenken sowie die Konzeption, Topografie und Gestaltung des Gartens der Kunst.

Im Prozess zeigte sich, dass das architektonische Grundkonzept des Siegerprojekts weiter Bestand haben wird. Um die Kunsthaus-Erweiterung besser in das umliegende Stadtquartier einzubetten, wurden die Grundfläche und das oberirdische Volumen um rund 6% (auf gesamt 79'000 m3) verringert. Die Breite des Gebäudes wurde um 2,8 m reduziert. Durch die entsprechende Verbreiterung der seitlichen Gehwege entspannt sich die Situation der Aussenräume, besonders zur Kantonsschul- und zur Rämistrasse. Mit einer Verschiebung um 1,4 m nach Norden und der Kürzung des Gebäudes um dieselbe Länge gelang es zudem, die Vorzone vor dem Haupteingang am Heimplatz zu vertiefen. Die Qualität der Platzdefinition und die räumliche Spannung zum bestehenden Kunsthaus bleiben dabei erhalten.

Neu hat das Gebäude zwei Haupteingänge und zwei grosszügige Nebeneingänge. Es ist von allen vier Seiten her öffentlich und bequem zugänglich. Die zentrale Halle wurde gestrafft und ist jetzt asymmetrisch organisiert. Mit ihrer verbesserten Durchlässigkeit wird sie als Ort der Begegnung von Kunst und Publikum noch besser funktionieren. Während die Ausstellungsfläche nur geringfügig reduziert wurde, erfuhren die Ateliers der Kunstvermittlung eine deutliche Redimensionierung. Nahezu unverändert sind der Wechselausstellungsbereich und der Festsaal.

In der Fassade hat der Anteil an Fenstern zugenommen. Das konsequente vertikale Überspannen der Glasflächen von Band zu Band gibt dem Gebäude eine abstraktere und weniger historisierende Erscheinung. Mit seiner Grösse und Setzung nimmt es Bezug auf weitere markante Hochbauten entlang der Rämistrasse.

Durch Tieferlegung der Anlieferung konnte das Gartenniveau abgesenkt werden. Eine einläufige Treppe genügt, um den Garten mit der Halle zu verbinden und den optischen Bezug zwischen Innen und Aussen - zur Kantonsschule wie zum bestehenden Kunsthaus - zu stärken. Der neuen Gestaltung gelingt es, die inventarisierte Gartenanlage der alten Kantonsschule in die Anlage der Kunsthaus-Erweiterung mit einzubeziehen. Der Garten hat nun die Funktion einer Drehscheibe. Er stellt eine organische Verbindung vom Niederdorf und vom Heimplatz hinauf zum Hochschulgebiet dar.

Alle vom Preisgericht formulierten Empfehlungen wurden in der Weiterbearbeitung berücksichtigt.
Für die Partner und zukünftigen Bauherren der Kunsthaus-Erweiterung - Zürcher Kunstgesellschaft, Stadt Zürich und Stiftung Zürcher Kunsthaus - präsentiert sich das Projekt jetzt offener, grüner und besser. Es ist realisierbar. Ende Oktober werden die Partner eine Projektgesellschaft gründen.

Nächste politische Schritte sind die bereits geplante Erhöhung des Projektierungskredits in dieser Legislatur, die Ausarbeitung eines Gestaltungsplans zur Genehmigung durch das Parlament und voraussichtlich 2010/2011 ein Objektkredit, über den die Stimmberechtigten der Stadt Zürich abstimmen werden. Die Gesamtkosten werden nach Aufrechnung der Bauteuerung und unter Einbezug der städtischen Reserven mit CHF 180 Mio. (Baukostenindex April 2008) veranschlagt. Öffentliche und private Mittel werden zur Finanzierung beitragen. Der zugesagte Betrag der Zürcher Kunstgesellschaft beläuft sich wie bisher auf CHF 75 Mio. Bis zum Bezug der Kunsthaus-Erweiterung (angestrebt bis 2015) wird der Verein Zuwendungen von privaten Gönnern, Stiftungen und Firmen einwerben.

Für die Stadt Zürich stehen die Erweiterungsabsichten im Einklang mit den übergeordneten kulturpolitischen und städtebaulichen Interessen der Stadtentwicklung. Das Projekt entspricht den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft und gehört zu den aktuellen Legislaturschwerpunkten des Stadtrats. Das Kunsthaus sieht im Ergebnis der Weiterbearbeitung die Kernaufgaben erfüllt, die für die von ihm angestrebte Nutzung des Gebäudes wichtig sind.

Der vorrangig der Kunst ab den 1960er Jahren gewidmete Bau lässt unterschiedliche Inszenierungen zu - für neue Medien, Grafik und Fotografie ebenso wie für Bilder, Installationen und Plastiken. Diese bilden einen spannenden Kontrast zu den Galerien klassischen Formats für die private Sammlung Bührle. Mit ihrem Einzug wird ein neuer Schwerpunkt entstehen - Französische Malerei und Impressionismus - der auf die Kunsthaus-Sammlung mit der Klassischen Moderne trifft.

Unter www.kunsthaus.ch sind die Ziele und der Verlauf des Projektes auf dem aktuellen Stand einsehbar. Links erlauben den Zugriff auf Hintergrundmaterialien - darunter den Fachbericht mit den Ergebnissen der Weiterbearbeitung. Neue Renderings, aktuelle Grundrisse und Pläne stehen im Pressebereich zum Download zur Verfügung.

Neben der Broschüre «Die Idee», welche die inhaltlichen Ziele der Erweiterung skizziert und bereits 2008 erschienen ist, wird die Öffentlichkeit bis Jahresende mit der Publikation «Die Form» rechnen können. Diese Broschüre illustriert sowohl das äussere Erscheinungsbild wie die innere Organisation der Kunsthaus-Erweiterung und wird im Kunsthaus aufgelegt.

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