"Kinderrechte schützen - auch in globalen Lieferketten"

Statement zum Tag der Kinderrechte am 20. November

(lifePR) ( Aachen, )
Zum Internationalen Tag der Kinderrechte (Freitag, 20. November) äußert sich Petra Schürmann, Expertin für Kinderrechte im Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘:

„Deutschland kann und muss mit einem starken Lieferkettengesetz dazu beitragen, dass in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten auch Kinderrechte geachtet werden. Denn die verpflichtende Einhaltung der Menschenrechte entlang der globalen Lieferkette würde gleichzeitig die Rechte von Kindern stärken, fördern und schützen. Daher brauchen wir einen Gesetzentwurf noch in dieser Legislaturperiode. Ein gutes und wirksames Lieferkettengesetz in Deutschland wird auch auf europäischer Ebene die Arbeit zu einem solchen gesetzlichen Regelwerk voranbringen. 

Die Achtung der Menschenrechte in der gesamten Lieferkette ist ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung und Prävention von ausbeuterischer Kinderarbeit. Wenn Unternehmen ausstehende Löhne nicht mehr an die Eltern zahlen, weil Aufträge wegen der Corona-Pandemie storniert wurden und aktuell ausbleiben, sind Kinder direkt von den Folgen betroffen. Das Haushaltseinkommen der Familien sinkt, soziale Sicherungssysteme fehlen und das Armutsrisiko steigt. Für Mädchen und Jungen bedeutet dies: ihr Recht auf Bildung, auf gesundheitliche Fürsorge und auf Schutz vor Ausbeutung ist massiv bedroht. Viele Kinder müssen in dieser Situation unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, zum Beispiel in der Landwirtschaft. Dort kommt es immer wieder zum Einsatz von Pestiziden, die für die Mädchen und Jungen starke gesundheitsschädliche Auswirkungen haben. 

Wir brauchen jetzt zwingend verbindliche Regeln für Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte. Freiwilligkeit reicht hier nicht mehr aus, das haben Befragungen der Wirtschaft gezeigt. Ein Lieferkettengesetz ist unerlässlich, auch zum Schutz der Kinder und deren Rechte in der Einen Welt.“
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