Donnerstag, 14. Dezember 2017


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Zusammen statt nebeneinander - gemeinsamer Empfang von Notfalldienstpraxis und Ambulanz als Modell für Westfalen

Ortstermin in Gelsenkirchen: vorbildliche ambulante Notfallversorgung am Bergmannsheil Buer

Dortmund, (lifePR) - Ob aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit: Immer mehr Menschen suchen auch mit leichten Erkrankungen medizinische Hilfe in den Ambulanzen der Krankenhäuser und blockieren so die Versorgung von akuten medizinischen Notfällen. „Diese Patienten wissen entweder nicht, dass es außerhalb der Sprechstundenzeiten einen ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt – oder sie meinen, die Suche nach einem Facharzt, die Terminvereinbarung und die Wartezeit in der Praxis umgehen zu können“, sagte Dr. Gerhard Nordmann, 2. Vorsitzender Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), heute vor Journalisten im Krankenhaus Bergmannsheil Buer in Gelsenkirchen.

Die aktuellen Probleme des ambulanten Notfalldienstes würden in der Berliner Gesundheitspolitik kontrovers diskutiert, ohne dass eine der Beteiligten bis heute eine gangbare Lösung präsentiert hätte, so Dr. Nordmann: „Wir sind hier aber nicht in der Hauptstadt Berlin, sondern in der westfälischen Provinz. Uns liegt deshalb nicht so sehr an einer Debatte mit großen Gesten, sondern an pragmatischen Lösungen, die uns helfen, unseren Alltag in der Versorgung zu bewältigen.“ Die KVWL habe deshalb bereits 2011 nahezu alle ihre 63 zentralen Notfalldienstpraxen in oder an Krankenhäusern angesiedelt, damit das Personal in den Krankenhausambulanzen weniger akut zu versorgende Patienten direkt an die KVWL-Notfalldienstpraxis verweisen könne.

In Gelsenkirchen sind die KVWL und das Krankenhaus Bergmannsheil Buer nun gemeinsam einen weiteren Schritt in die Zukunft der ambulanten Notfallversorgung gegangen: „Hier am Bergmannsheil arbeiten wir nicht länger nebeneinander, sondern wirklich zusammen“, erläuterte KVWL-Vorstand Dr. Nordmann. Kernelemente dieser engen Kooperation seien ein gemeinsamer Empfang von Notfalldienstpraxis und Ambulanz sowie – je nach Notwendigkeit – eine abgestimmte Einschätzung und Priorisierung des Patientenstroms, die sogenannte Triage.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, schwierige Notfälle sofort in der Ambulanz zu versorgen und leichtere Erkrankungen in der Notfalldienstpraxis der KVWL zu behandeln“, ergänzte Werner Neugebauer, Geschäftsführer der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH. „Genau dies erreichen wir durch die Anmeldung des Patienten am  gemeinsamen Empfang.“

„Unsere gemeinsame Struktur der Notfallversorgung hier am Bergmannsheil Buer ist das Modell der Zukunft“, waren sich Neugebauer und Nordmann einig. Gelsenkirchen werde Schule machen, kündigte KVWL-Vize Nordmann abschließend an: „Wir werden auch an weiteren Standorten mit anderen Krankenhäusern reden und gleiche oder ähnliche Kooperationen anstreben.“

Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, abgekürzt KVWL, vertritt die Interessen von mehr als 15.000 niedergelassenen Vertragsärzten und -psychotherapeuten im Landesteil Westfalen-Lippe. Für ihre Mitglieder schließt die KVWL Verträge mit den gesetzlichen Krankenkassen, rechnet die Leistungen ab und verteilt das Honorar an die Ärzte und Psychotherapeuten. Für die Bürgerinnen und Bürger gewährleistet die KVWL eine am Bedarf orientierte, wohnortnahe ambulante medizinische Versorgung von hoher Qualität.

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