Dienstag, 17. Juli 2018


  • Pressemitteilung BoxID 688071

Notfalldatenmanagement: Einigung erzielt

Gemeinsame Selbstverwaltung löst ihre Aufgaben - jetzt ist die Industrie am Zug

Berlin, (lifePR) - Die ärztliche Vergütung des Notfalldatenmanagements ab 1. Januar 2018 steht fest. Eine Einigung erzielten am Dienstag in Berlin der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) im Rahmen des Erweiterten Bewertungsausschusses. Der einstimmig getroffene Beschluss sieht die Einführung von drei neuen Gebührenordnungspositionen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) vor. Sie beziehen sich auf die Erstellung, Aktualisierung und die Löschung von Notfalldatensätzen. Da es sich um neue Leistungen handelt, erfolgt die Vergütung zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren extrabudgetär.

Mit ihrem Beschluss hat die Gemeinsame Selbstverwaltung die Grundlagen geschaffen für die Umsetzung von Vorgaben im E-Health-Gesetz. Sie sehen vor, dass die elektronische Gesundheitskarte (eGK) Anwendungen unterstützen soll, die das Erheben, Verarbeiten und Nutzen von medizinischen Daten für die Notfallversorgung (Notfalldatensätze) ermöglichen.

Beide Vertragspartner stellen fest, dass mit dem erfolgreichen Ende der Vorarbeiten nun die Industrie am Zuge ist. Sie muss die notwendigen Geräte-Updates entwickeln, testen und den Praxen zur Verfügung stellen, damit das Notfalldatenmanagement technisch auch durchgeführt werden kann. Die Vergütung der technischen Komponenten für das Notfalldatenmanagement regelt die Vereinbarung zur Finanzierung der Telematikinfrastruktur. Sie ist ebenfalls vom  GKV-Spitzenverband und der KBV geschlossen worden.

Kassenärztliche Bundesvereinigung

Die KBV vertritt die politischen Interessen der rund 165.000 an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten auf Bundesebene. Sie ist der Dachverband der 17 Kassen­ärztlichen Vereinigungen (KVen), die die ambulante medizinische Versorgung für 70 Millionen gesetzlich Versicherte in Deutschland sicherstellen. Die KBV schließt mit den gesetzlichen Krankenkassen und anderen Sozial­versicherungsträgern Vereinbarungen, beispielsweise zur Honorierung der niedergelassenen Ärzte und zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Kranken­kassen. Die KVen und die KBV sind als Einrichtung der ärztlichen Selbstverwaltung Körperschaften des öffentlichen Rechts. Mehr Informationen unter: www.kbv.de.

Aktuelle Informationen der KBV erhalten Sie auch in unserem wöchentlichen Newsletter PraxisNachrichten unter www.kbv.de/praxisnachrichten sowie über die App KBV2GO! unter www.kbv.de/kbv2go. Beide Angebote sind kostenlos.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Das Klinikum Karlsruhe macht sich stark für mehr Ärztinnen in Führungspositionen

, Gesundheit & Medizin, Städtisches Klinikum Karlsruhe GmbH

Schon seit Jahren absolvieren in Deutschland mehr Frauen als Männer ein Medizinstudium, doch in den Führungspositionen sind nach wie vor hauptsächlich...

Christophsbad erhält Auszeichnung: Deutschlands beste Jobs mit Zukunft

, Gesundheit & Medizin, Christophsbad GmbH & Co. Fachkrankenhaus KG

Als eines der besten Unternehmen seiner Branche wurde das Klinikum Christophsbad mit dem Siegel „Deutschlands beste Jobs der Zukunft“ ausgezeichnet....

Kryolipolyse in Kassel – eine Fachärztin behandelt

, Gesundheit & Medizin, ICE AESTHETIC GmbH

Keine ästhetisch-medizinische Behandlungsmethode erfreute sich in den letzten Jahren derart steigender Popularität wie die Kryolipolyse. Zurecht,...

Disclaimer