Sonntag, 19. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 429524

Justizvollzugsschule ist die zentrale Aus- und Fortbildungsstätte für den Justizvollzug in Baden-Württemberg

Seit Gründung der Schule haben mehr als 5500 Personen dort ihre Ausbildung durchlaufen / Justizminister Rainer Stickelberger: "Der Arbeitsalltag hinter Gittern fordert den Bediensteten vieles ab, eine fundierte Ausbildung ist deshalb unabdingbar"

Stuttgart, (lifePR) - Sie arbeiten, wo andere ihre Strafe verbüßen: die mehr als 3000 Bediensteten des Allgemeinen Vollzugsdienstes, des Werkdienstes und des mittleren Verwaltungsdienstes im Justizvollzug in Baden-Württemberg. Ihre Ausbildung haben sie insbesondere an der Justizvollzugsschule in Stuttgart absolviert, die Justizminister Rainer Stickelberger am Mittwoch (31. Juli 2013) besuchte. "Der Arbeitsalltag hinter Gittern fordert den Bediensteten vieles ab", sagte der Minister. "Tagtäglich sind sie mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Einfühlungsvermögen und ihrem fachlichen Können gefragt." Eine fundierte Ausbildung sei dafür unabdingbar.

Insgesamt zwei Jahre dauert die Ausbildung für den Allgemeinen Vollzugsdienst, beginnend mit einer Praxisphase in den Justizvollzugsanstalten. An diese Praxisphase schließt sich der Einführungslehrgang an der Justizvollzugsschule an, bevor die Auszubildenden ihre praktische Ausbildung in den Justizvollzugseinrichtungen fortsetzen. Vor den schriftlichen und mündlichen Prüfungen findet der Abschlusslehrgang an der Schule statt. Er erstreckt sich über rund 20 Wochen. Die Ausbildung für den Werkdienst dauert eineinhalb Jahre.

"Im Justizvollzug geht es zum einen um den Schutz der Allgemeinheit und zum anderen um die Resozialisierung der Inhaftierten", stellte Stickelberger fest: "Das ist ein Spagat, der die Arbeit oft schwierig macht." Mit dem Auf- und Abschließen von Haftraumtüren sei es längst nicht getan. Entsprechend breit sei auch das Themenspektrum während der Ausbildung: Es reicht von Vollzugskunde und Rechtskunde über Psychologie und Kriminologie bis zu Gesundheitswesen und Notfallhilfe.

"Im Sinne eines lebenslangen Lernens wird an der Justizvollzugsschule nicht nur die Aus-, sondern auch die Fortbildung organisiert", so der Justizminister. Allein im Jahr 2012 nahmen etwa 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Dienstlaufbahnen an den Fortbildungsveranstaltungen teil.

Weitere Informationen:

Im Jahr 1966 fand der erste Lehrgang in der Justizvollzugsschule Baden-Württemberg statt, die damals noch "Strafvollzugsschule" hieß. Es war der "27. Lehrgang für Gefängnisaufseher". Die Nummerierung der Abschlusslehrgänge wird seither fortgeführt; im Frühjahr 2013 haben der Abschlusslehrgang 210 und 211 die Ausbildung beendet, im Herbst folgen die Lehrgänge 212 und 213. Seit dem Start 1966 haben insgesamt 5561 Personen ihre Ausbildung an der Justizvollzugsschule absolviert.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Starke Partner eröffnen neue Perspektiven

, Bildung & Karriere, Hochschule Worms

Seit diesem Herbst ist Schneider-Kreuznach Kooperationspartner der Hochschule Worms. Wenn Tradition und Innovation aufeinandertreffen, dann entstehen...

Possehl-Ingenieur-Preis 2017 für beste Abschlussarbeit der FH Lübeck

, Bildung & Karriere, Fachhochschule Lübeck

Am 28. November vergibt die Possehl-Stiftung den Possehl-Ingenieur-Preis für die beste Abschlussarbeit der Fachhochschule Lübeck des Jahres 2017. Der...

Statistik zur Meisterfeier 2017 der Handwerkskammer: Bis heute 489 neue Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister in 17 Berufen

, Bildung & Karriere, Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald

Vor der Großen Meisterfeier der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald am 18. November 2017 hat der Hauptgeschäftsführer der Kammer,...

Disclaimer