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Eritrea: 85. Geburtstag des verfolgten Patriarchen Antonios

IGFM: "Bedingungslose Freilassung und Rehabilitation sind überfällig!"

(lifePR) (Asmara/Frankfurt am Main, )
Am 12. Juli 2012 begeht der seit 2006 unter Hausarrest stehende eritreisch-orthodoxe Patriarch Abuna Antonios seinen 85. Geburtstag in Unfreiheit. Er ist das prominenteste Opfer der diktatorischen Regierung Afewerki. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) macht auf sein Schicksal aufmerksam und fordert die bedingungslose und sofortige Freilassung des Patriarchen.

Im Januar 2006 wurde Abuna Antonius auf Regierungsanweisung von seinem Amt entfernt und unter Hausarrest gestellt. Dem diktatorischen Regime in Eritrea, unter dem seit 1993 regierenden Präsidenten Isaias Afewerki werden seit langem gravierende Menschenrechtsverletzungen, darunter die Verfolgung von Journalisten, Bürgerechtlern und religiösen Gemeinschaften - Christen wie Muslimen - vorgeworfen, so die IGFM. Bereits im August 2005 wurde dem Patriarchen wegen seiner regierungskritischen Haltung die Amtsausübung untersagt. Kurz darauf wurde er durch eine Synode wegen angeblicher Häresie seines Amtes enthoben. Der eigentliche Grund: Er hatte gegen die Verhaftung von drei orthodoxen Priestern protestiert und die Exkommunikation von 3.000 Mitgliedern einer orthodoxen Sonntagsschulbewegung verweigert. Ein Laie namens Yeftehe Dimetros wurde an seiner Stelle zum Kirchenverwalter bestimmt. Wie die IGFM weiter berichtet, leidet Antonius unter Gesundheitsproblemen, insbesondere einer starken Diabetes. Ende Februar 2012 wurde er vorübergehend im Krankenhaus von Asmara behandelt.

Patriarch als "Stimme gegen die Diktatur" von der Stephanus-Stiftung ausgezeichnet Trotz aller Bedrängnis ist der 85jährige Berichten zufolge guten Mutes und betet für seine Verfolger. Die von der IGFM verwaltete Stephanus-Stiftung hat dem Kirchenführer wegen seiner Standhaftigkeit den "Stephanus-Preis für Verfolgte Christen" verliehen.

Hintergrund

Der am 12. Juli 1927 in der Stadt Hembrti in der eritreischen Provinz Hamisien geborene Abuna Antonios war von früher Kindheit an in eine kirchliche Laufbahn eingebunden. Sein Vater war orthodoxer Priester und er wurde bereits als Fünfjähriger in ein Kloster geschickt. Am 19. Juni 1994 wurde Abuna Antonios vom koptischen Papst Schenouda III. in der Markuskathedrale in Kairo zum Bischof geweiht. Nach dem Tod des 2. Patriarchen Jakob wurde er am 5. März 2004 von der Synode einstimmig zum Patriarchen und Oberhaupt der eritreisch-orthodoxen Kirche gewählt. Am 23. April 2004 führte ihn Papst Schenouda III. in der Marienkathedrale der eritreischen Hauptstadt Asmara feierlich in sein Amt ein.

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Eritrea:
http://www.igfm.de/24-Mai-eritreischer-Nationalfeiertag-Erschreckende-Menschenrec.3178.0.html

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland
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