Montag, 26. Juni 2017


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Kirchentags-Präsident: Erfolg und Ethik kein Widerspruch

hringer-Chef Prof. Dr. Dr. Barner beim IHK-Gespräch

(lifePR) (Stuttgart, ) Wirtschaftlicher Erfolg und eine ethische Grundhaltung bei der Unternehmensführung schließen sich nach Ansicht von Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Präsident des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentags, nicht aus. Barner, der Vorsitzender der Unternehmensleitung des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim ist, betonte bei einer Diskussionsveranstaltung im IHK-Haus Stuttgart, es sei "zunehmend wichtig, die Beschäftigten zu überzeugen, dass ein Betrieb die Dinge richtig macht". Insbesondere die junge Generation sei werteorientiert, wenn es um die Arbeitsplatzwahl gehe. Das führe mit Blick auf den Fachkräftemangel zu einem positiven Handlungsdruck.

IHK-Präsident Georg Fichtner verwies in seiner Begrüßung auf den "Ehrbaren Kaufmann". Die IHK sei verpflichtet gegenüber ihren Mitgliedern für einen entsprechenden Wertekanon einzutreten. "Der Begriff mag antiquiert klingen, ist aber aktueller denn je", so der IHK-Präsident. Konkret heiße dies für ihn: "Ein gemeinsames Selbstverständnis über unsere Werte ist für die Wirtschaft eine der Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein und Beschäftigten und ihren Familien Wohlstand und Perspektive zu bieten".

Barner räumte im Dialog mit Fichtner und IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Richter ein, dass im globalen Zusammenhang noch viel zu tun sei. Sein Unternehmen mache dort keine Geschäfte, wo Korruption die Rahmenbedingungen präge. Wichtig sei, dass auf der Weltebene immer mehr nach den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft gehandelt werde. Damit werde sich auch der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag vom 3. bis 7. Juni 2015 in Stuttgart beschäftigen, zu dem 100.000 Besucher aus Gemeinden, Politik und Wirtschaft erwartet werden.

Zum Verhältnis Kirche und Wirtschaft erklärte Barner, die Wirtschaftskrise ab 2008 sei für die beiden großen Kirchen Anlass gewesen, mit der ökumenischen Sozialinitiative "Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft" eine gesellschaftliche Debatte über nachhaltiges unternehmerisches Handeln zu starten. Wie in der Gesellschaft beherrschten auch in Kirchenkreise oft wenige negative Beispiele das Bild über die Wirtschaft. Ein wichtiger Faktor sei bei der Imagebildung, wie die Unternehmen ihren Beschäftigten den Sinn ihres Handelns erklärten. Barner: "Das Vorleben stellt die Standards auf".

Barner ist Mediziner und Mathematiker, hat in beiden Fächern promoviert und ging danach in die Pharmaforschung. Seit 1992 bei Boehringer Ingelheim tätig, übernahm er 2012 den Vorsitz der Unternehmensleitung. Boehringer Ingelheim zählt mit über 47.000 Beschäftigten zu den großen Familienunternehmen. Barner ist zudem in zahlreichen Gremien aktiv, darunter auch im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags.

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