Schließen, um zu fließen!

(lifePR) ( Weingarten, )
Die Verkehrsinfrastruktur in der internationalen Bodenseeregion lässt zu wünschen übrig, finden die Bodensee-Industrie- und Handelskammern (BIHK) und legen gemeinsam eine Broschüre vor, die die wichtigsten Lücken in Wort und Bild aufzeigt.

Lücken machen irgendwie keinen Sinn, gerade wenn es sich um Straßen oder Schienenwege handelt, denn sie erzeugen einen Engpass, der unvermeidlich zu Staus und Verspätungen führt. Schlimmer noch, wie das sprichwörtlich schwächste Glied einer Kette limitieren sie die Leistungsfähigkeit auch der bereits fertig gestellten Teile einer Verkehrsinfrastruktur und damit die des gesamten Netzes: Selbst eine Autobahn wird zur Landstraße, wenn sie sich auch nur an einer Stelle auf eine Fahrbahn verjüngt. Doch gerade in der Grenzregion am Bodensee und entlang des Hochrheins sind viele solcher Infrastrukturlücken zu finden. Die Folge: Einwohner, Touristen und Gäste, Kunden und Lieferanten stehen tagtäglich mit dem Auto oder Lkw im Stau, Bahnkunden warten auf Züge, die Verspätung haben.

"Schuld daran ist eine ganze Reihe von Engpässen bei den Verkehrswegen, die sich besonders belastend auf den Berufs-, Güter- und Reiseverkehr auswirken", kritisiert Heinrich Grieshaber, Präsident der IHK Bodensee-Oberschwaben. Die sechs Bodensee-Industrie- und Handelskammern (BIHK) haben in einer aktuell erschienenen Broschüre nun die wichtigsten dieser Verkehrsinfrastrukturlücken aufgezeigt. Sie gelte es zügig abzubauen, so das Fazit der Bodensee-IHKs. Die gute Nachricht: Gerade weil Lücken in wichtigen Verkehrsadern weit über ihre eigene geographische Dimension hinaus Schaden stiften, ist auch der Nutzen, der mit ihrer Schließung gestiftet werden kann, ein überregionaler: Die ganze Struktur entfaltet erstmals ihr Beförderungspotenzial, das Nutzen-/Kostenverhältnis liegt regelmäßig weit über dem einer einzelnen Neubaumaßnahme. Die Broschüre zeigt deshalb die dringlichsten Projekte auf und gibt Hinweise, welche konkreten Maßnahmen die Verkehrsinfrastruktur in der Region stärken können.

Ganz oben auf der Wunschliste stehen der Aus- und Neubau der B30 zwischen Friedrichshafen und Ravensburg, der Ausbau der Hochrheinautobahn A98 sowie der B33 zwischen Konstanz und Allensbach sowie der B31 am nördlichen Bodenseeufer. Die Schweizer und Vorarlberger drängen auf die ebenso nützliche wie dringliche Verbindung der österreichischen Autobahn A14 mit der schweizerischen A1/13 über den Rhein hinweg; und beim Schienenverkehr geht es unter anderem um die Anbindung der Südbahn und der Strecke München-Lindau an die Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) sowie den Ausbau der im deutschen Teil "Gäubahn" genannten Strecke Zürich-Stuttgart.

Besonders legen die Wirtschaftskammern den politisch Verantwortlichen in diesem Zusammenhang eine über die Landesgrenzen abgestimmte, regional koordinierte Verkehrspolitik ans Herz. Und weil auch ihnen bewusst ist, dass Verkehrsengpässe nicht selten die Folge von Finanzierungsengpässen sind, empfehlen sie, die Mautsysteme im europäischen Kontext und unter Einbeziehung der Schweiz zu harmonisieren und zweckgebunden für die Finanzierung der notwendigen Ausbau- und Unterhaltungsmaßnahmen einzusetzen.

Im Internet ist die Broschüre abrufbar unter www.weingarten.ihk.de (Dok.-Nr. 71713).
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