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Pressemitteilung BoxID: 178012 (Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.)
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Winn kritisiert Stil der Debatte um Hausarztverträge

"Den Bogen nicht überspannen!"

(lifePR) (Berlin, ) Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Prof. Dr. Kuno Winn, hat den Stil der Auseinandersetzung um die von der Regierung geplante Änderung des Systems der hausärztlichen Honorierung kritisiert. "Bei allem Verständnis für den Streit in der Sache mache ich mir doch erhebliche Sorgen, dass diese Debatte aus den Fugen gerät", sagte Winn. Wer davor warne, dass "diese Reform viele Menschenleben kosten wird", der führe jede lösungsorientierte Diskussion ins Abseits, so Winn. "Wir müssen schon sehr aufpassen, dass wir die Menschen noch mitnehmen und einem angemessenen Dialog mit der Politik nicht jeden Boden entziehen", mahnte der Hartmannbund-Vorsitzende. Abgesehen davon beschädigten solche Äußerungen das Berufsbild des Arztes massiv.

Auch innerärztlich führten Tonfall und Stil der Auseinandersetzung zu einer zunehmenden Spaltung. Hier würden schnell jene als Gegner der Hausärzte an den Pranger gestellt, die nicht Eins zu Eins die Linie des Hausärzteverbandes (HÄV) verträten. Dabei, so Winn, sei die Botschaft des HÄV klar: Diskussionen über Details sind unzulässig. Was richtig und falsch ist, entscheidet der Hausärzteverband. Alle anderen sind Verräter an der Sache. Dies gelte leider auch dann, wenn es berechtigte Warnungen vor möglichen Fehlentwicklungen zu Lasten der hausärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen gäbe.

Winn: " Auch der Hausärzteverband hat unbestritten viel für unsere Kolleginnen und Kollegen erreicht und ist ganz nebenbei zu einem mächtigen Player in einem lukrativen System geworden. Diesen Erfolg gefährdet er allerdings, wenn er nun den Bogen überspannt".