Landeshauptstadt Dresden wird abgekoppelt

HWK und IHK Dresden kritisieren Vorgehen von Bundesverkehrsminister Ramsauer

(lifePR) ( Dresden, )
Die Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer Dresden wenden sich gemeinsam energisch gegen das Vorgehen von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, den Ausbau der Bahnschnellverbindung Berlin-Dresden-Prag weiter zu verzögern.

Mit den aktuellen Aussagen Ramsauers ist der dringend notwendige und langfristig geplante Ausbau in weite Ferne gerückt. "Die sächsische Landeshauptstadt wird vom Bahnverkehr regelrecht abgehängt und somit in der Bedeutung als Wirtschaftstandort zurückgeworfen", so der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Claus Dittrich. "Noch am 11. November 2009 versprach der Bundesverkehrsminister im Bundestag eine schnelle Umsetzung des Projektes. Eine erneute Bedarfsermittlung wird dieser Zusage nicht gerecht."

Auch bei der IHK trifft die Positionierung des Ministers auf Unverständnis: "Jetzt darüber zu reden, Bayern besser mit Prag zu verbinden, anstatt die geplante Strecke durch die neuen Bundesländer zu realisieren, grenzt für uns schon an Klientelpolitik", kritisiert Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Dresden. "Dresden als Knotenpunkt zwischen Berlin und Prag braucht den bahntechnischen Ausbau, um seine Rolle aus Wirtschaftsstandort zu behaupten."

Die Verbindung von Bundes- und Landeshauptstadt mit der tschechischen Hauptstadt hat für beide Kammern oberste Priorität. Deshalb wurde seitens der Kammern eine Einladung zum zeitnahen Gespräch an den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Jan Mücke ausgesprochen.
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