Bereit für Wasserstoff: HADAG plant Ausschreibung umweltfreundlicher Schiffe - Für die Flotte der Zukunft planen

(lifePR) ( Hamburg, )
Die HADAG bereitet für den Jahresbeginn die europaweite Ausschreibung für drei neue Schiffe mit der Option auf weitere vor. Bei den geplanten Neubauten handelt es sich um Plug-In-Hybrid-Schiffe. Perspektivisch sind diese bereits für einen Betrieb mit Wasserstoff konzipiert. Das innovative Schiffskonzept wurde gemeinsam mit der Firma NaValue GmbH aus Flensburg entwickelt.

Im ersten Schritt werden die Batterien des Schiffes nachts aufgeladen, um einen möglichst großen Teil des Betriebs elektrisch durchführen zu können. Da die Batteriekapazität für den gesamten Betrieb nicht ausreichen wird, ist ein sogenannter Range-Extender notwendig. Diese Funktion wird zunächst von einem Diesel-Generator abgedeckt, kann zu einem späteren Zeitpunkt jedoch durch eine Brennstoffzelle ersetzt werden.

Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Wir wollen mehr Passagiere umweltfreundlich auf der Elbe zu ihren Zielen bringen. Um das zu erreichen, brauchen wir drei Dinge: Innovationsgeist, Wasserstoff und Schiffskapazität. Genau das setzen wir mit diesem Projekt um.“

Dr. Tobias Haack, HADAG-Vorstand: „Mit der Ausschreibung betreten wir ganz neues Terrain, denn bislang gibt es in Deutschland und Europa noch keine vergleichbaren Konzepte für Hafenfähren. Die schrittweise Entwicklung zu einer umweltschonenden Flotte hat für uns zusammen mit der Kapazitätsausweitung höchste Priorität. Daher sind wir gespannt auf die Angebote zur Ausschreibung.“

Sobald eine Genehmigung für den Betrieb mit Wasserstoff vorhanden ist, sollen die neuen Fähren komplett emissionsfrei betrieben werden. Im Zuge der Umstellung wird dann ein Brennstoffzellensystem nachgerüstet. Der Wasserstoff soll in palettierten Druckgasflaschen gespeichert werden, welche mit einem Roll-On/Roll-Off-Prinzip über Laderampen auf das Schiff gebracht werden. Die Flaschen können also jeweils leer gegen voll getauscht werden, was ein aufwendiges Betanken des Schiffes überflüssig macht.

Mit der Weiterentwicklung der Flottenstrategie leistet die HADAG ihren Beitrag zu den Zielen des Klimaplans der Freien und Hansestadt Hamburg. Bereits in den vergangenen Jahren wurden wegweisende Entscheidungen für die Entwicklung einer umweltschonenderen Flotte getroffen. Nach dem Bau der diesel-elektrischen Schiffe „Kehrwieder“ und „Elbphilharmonie“ und der Nachrüstung der bestehenden HADAG-Flotte mit Abgasnachbehandlungssystemen erfolgt mit der Ausschreibung der Neubauten nun der nächste Meilenstein.

Mehr Kapazität für den Hamburg-Takt

Ziel des neues Schiffskonzeptes war es, die Belastung durch Schiffsabgase, insbesondere Treibhausgase, möglichst komplett zu vermeiden. Aufgrund des akuten Bedarfs an neuen Schiffen – auch vor dem Hintergrund der Zielsetzung des Hamburg-Taktes – wird dabei auf den beschriebenen, zweistufigen Beschaffungsprozess gesetzt.

Bei der Gestaltung des Schiffes stand zudem die Effizienz im Vordergrund. Das neue HADAG-Schiff wird mit rund 33 Metern länger sein als die bisherigen Fähren, um den Energiebedarf zu senken. Die Einstiegsbereiche wurden ebenfalls dem gestiegenen Fahrgastaufkommen angepasst. So gelangen die Fahrgäste beim Einstieg nicht direkt in den Innenbereich oder auf die Außentreppe, sondern zunächst auf ein großes Außendeck, von dem aus sich der Fahrgaststrom weiter verteilen kann. Dies führt zu einem zügigeren Ein- und Ausstieg und sorgt damit auch für einen geringeren Kraftstoffbedarf. Das neue Außendeck auf dem Hauptdeck ist außerdem ideal für die Mitnahme von Fahrrädern geeignet.

 
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