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Masern in Europa: Vor der Reise an Impfschutz denken!

Menschenansammlungen meiden? ...oder sich impfen lassen!

(lifePR) (München, ) Bald ist es wieder soweit: Millionen von Menschen werden europaweit auf Reisen gehen, und dann steht auch wieder die Frage an: Bin ich ausreichend geimpft? Je nachdem, wo die Reise hingeht, denkt man spontan an Hepatitis A und B, Malaria oder Tetanus. Eine wichtige Impfung jedoch haben die wenigsten auf dem Schirm: die Impfung gegen Masern.

Masern in Europa: Nicht weniger, sondern mehr

Ausgerechnet Europa hinkt bei der Eliminierung der Masern hinterher und könnte sich an Nord- und Südamerika ein Beispiel nehmen. Dort gibt es bereits seit zehn Jahren so gut wie keine Masern mehr. In Europa dagegen steigen die Zahlen stetig. Seit 2009 haben sich die Masernerkrankungen europaweit vervierfacht. Hochburgen sind Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Rumänien. Besonders besorgniserregend war das Jahr 2011: Über 15.000 Masernfälle in Frankreich, über 5.000 in Italien und rund 4.000 in Rumänien.1

Mit Viren im Gepäck

Im Jahr 2012 gab es eine große Masernepidemie in der Ukraine mit mehr als 11.000 Fällen.2 Damals gelangte das Thema kurzfristig durch die Fußball-Weltmeisterschaft in die Medien. Das Robert Koch-Institut (RKI) appellierte an alle Fußballfans, die in die Ukraine reisen wollten, ihren Masern-Impfschutz dringend zu überprüfen und - falls erforderlich - aufzufrischen. Sonst bestehe ein hohes Infektionsrisiko und infolgedessen die Möglichkeit der Viruseinschleppung ins Heimatland.

Bei Reisen in europäische Risikogebiete sollte man gegen Masern geimpft sein. Das empfiehlt das RKI ebenso wie das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), das innerhalb der EU für die Bekämpfung auf dem Vormarsch befindlicher Infektionskrankheiten zuständig ist.

Wegen ausgedehnter Impflücken sind hierzulande junge Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden, besonders gefährdet. Deshalb rät die STIKO allen betroffenen Erwachsenen, die bisher gar nicht oder nur einmal geimpft wurden, die Masernimpfung unbedingt nachzuholen.

Von dieser Impfempfehlung wissen die wenigsten. Und selbst wenn - es herrscht in punkto Masern eine zunehmende Sorglosigkeit. Masern werden nicht ernst genommen - einer der Gründe für die großen Impflücken, die hierzulande ebenso wie im europäischen Ausland schuld daran sind, dass es immer wieder zu Ausbrüchen kommt.

Kleine Tröpfchen, große Wirkung - und schnell verbreitet!

Ein bisschen Hautausschlag - na und? So denken viele und liegen damit falsch:

20 Prozent der Menschen, die von Mitte 2011 bis 2012 in Europa an Masern erkrankten, mussten wegen Komplikationen ins Krankenhaus eingeliefert werden.3
Und noch etwas macht Masernviren so tückisch: Sie sind hoch infektiös. Bei Kontakt mit einem Infizierten hat man so gut wie keine Chance, sich nicht anzustecken. Außer natürlich, man ist geimpft. Die Masernviren werden durch sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen: Beim Sprechen, Niesen oder Husten werden sie in die Luft geschleudert und können über mehrere Meter hinweg von einem Menschen auf den nächsten "überspringen".

Menschenmengen meiden? Auf Reisen haben Krankheitserreger leichtes Spiel

Auf Reisen ist man Bakterien oder Viren stark ausgesetzt. Ob auf City-Tour, beim Shoppen oder Museumsbesuch, man ist ständig unterwegs und kommt mit vielen Menschen in Kontakt, so dass die Erreger ein leichtes Spiel haben. Denn auch Viren benutzen öffentliche Verkehrmittel wie Bus und Bahn. Besonders Road Trips durch Europa sind bei jungen Erwachsenen beliebt, und deshalb besonders infektionsträchtig. Dasselbe gilt für den Rucksacktourismus mit Übernachtungen in Hostels und Jugendherbergen, wo Menschen unterschiedlichster Herkunft auf engstem Raum in Mehrbettzimmern untergebracht sind. Da reicht schon eine Nacht, und man hat sich infiziert.

Auch vor einem Kurztrip in europäische Masernländer sollte man überprüfen, ob der Impfschutz ausreichend ist. Ein besonderer Infektionsherd sind Massenveranstaltungen wie internationale Festivals, beispielsweise das sehr gut besuchte Festival "Les Eurockéennes de Belfort" in Frankreich. Dicht gedrängt und ausgelassen stehen hier Menschen aus aller Welt zusammen und bieten Masernviren die besten Chancen, sich zu verbreiten. Deshalb gilt die nachdrückliche Empfehlung des RKI's: Plant man eine Reise in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen, sollte der Impfschutz überprüft und - wenn nötig - aufgefrischt werden.4 Darüber hinaus wird für alle nach 1970 geborenen, mit keinem, unklaren oder unzureichenden Impfschutz, die Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln empfohlen. Um einen ausreichenden Impfschutz sicher zu stellen, sind zwei Impfungen erforderlich.

Junge Erwachsene aufgepasst!

Hintergrund ist der deutliche Anstieg von Maserninfektionen auch in Deutschland mit einem Schwerpunkt bei jungen Erwachsenen. Von 2010 auf 2011 wurde hierzulande eine Verdopplung der Masernfälle von 780 auf 1.607 registriert.5 Das sind zehn bzw. zwanzig Fälle pro eine Million Einwohner - und damit viel zu viele, wenn die seit langem angestrebte Eliminierung der Masern endlich in die Tat umgesetzt werden soll.
Die Krankenkassen übernehmen die Impfkosten bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr sowie bei allen nach 1970 geborenen Erwachsenen, bei denen kein ausreichender Impfschutz besteht oder bei denen der Impfstatus unklar ist.

Ganz unerlässlich ist eine reisemedizinische Beratung vor Fernreisen. Weitere Informationen und Reisemediziner in Ihrer Nähe finden Sie auch auf der reisemedizinischen Infoseite www.fit-for-travel.de.