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Pressemitteilung BoxID: 75017 (Germanisches Nationalmuseum)
  • Germanisches Nationalmuseum
  • Kartäusergasse 1
  • 90402 Nürnberg
  • http://www.gnm.de
  • Ansprechpartner
  • Christian Vogel
  • +49 (911) 1331-103

Letzte Gelegenheit - Altarbilder von Kremser Schmidt werden zurückgegeben

Nur noch an diesem Wochenende ist das ursprüngliche Ensemble in der Ausstellung "Enthüllungen" zu sehen

(lifePR) (Nürnberg, ) Es war nur ein kurzer Besuch: Zwei Altarbilder des bedeutenden österreichischen Barockmalers Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt, werden schon am kommenden Montag wieder abgehängt. Nach einer Zwischenstation in Wien reisen sie weiter in die USA. Dort werden sie ihrem rechtmäßigen Besitzer, den Erben eines in der NS-Diktatur enteigneten Industriellen, zurückerstattet. Nur noch an diesem Wochenende besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Hauptaltarbild aus GNM-Bestand in der Ausstellung "Enthüllungen" das ursprüngliche, dreiteilige Ensemble zu bewundern.

Johann Martin Schmidt, genannt Kremser Schmidt (1718-1801)gehört zu den produktivsten Barockmalern des deutschsprachigen Raums. Er schuf vor allem religiöse Historienbilder für Kirchen und Klöster in Österreich. Das Germanische Nationalmuseum besitzt seit 1932 das monumentale Hochaltarbild mit dem Martyrium des Hl. Veit aus der Pfarrkirche St. Vitus in Stockern (Niederösterreich). Für die beiden Seitenaltäre malte Schmidt den Hl. Florian und den Hl. Johannes Nepomuk. Diese beiden Gemälde waren vom Wiener Großindustriellen Dr. Richard Neumann gekauft worden, der jedoch im Zuge des sog. "Anschlusses" Österreichs an das Deutsche Reich 1938 von den Nationalsozialisten enteignet worden war. Erst 2007 wurden die beiden Werke wieder an die Erben des ursprünglichen Besitzers restituiert, die heute in den USA leben. Nach dem Besuch in der Ausstellung "Enthüllungen" im Germanischen Nationalmuseum und einer weiteren Ausstellung in Wien gehen die Seitenaltäre in die USA zurück.