Gesundheit im Unternehmen - das geht alle an!

Aktionswoche Alkohol 2019 startet auch in Berlin

(lifePR) ( Berlin-Mitte, )
Der Konsum von Alkohol hat unmittelbare Folgen für die Arbeitswelt: Er hat Auswirkungen auf Betriebsklima und Arbeitsqualität, vor allem aber wirkt sich riskanter Alkoholkonsum negativ auf die Arbeitssicherheit aus. Dass Alkohol in Ausbildung und Arbeit nach wie vor eine Rolle spielt, zeigen aktuelle Zahlen:


Jede*r 10. Mitarbeiter*in weist ein Trinkverhalten auf, das sich jenseits des risikoarmen Bereichs befindet und den Körper dauerhaft schädigen kann
(Quelle: Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) (Hrsg.) 2013: Fehlzeiten-Report 2013. Verdammt zum Erfolg - Die süchtige Arbeitsgesellschaft? Springer Verlag. S. 67 – 72)
Fast jeder 5. Auszubildende trinkt riskant Alkohol.
(Quelle: Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) (Hrsg.) 2015: Fehlzeiten-Report 2015. Neue Wege für mehr Gesundheit - Qualitätsstandards für ein zielgruppenspezifisches Gesundheitsmanagement. Springer Verlag. Online verfügbar unter: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-662-47264-4.pdf (abgerufen am 30.04.2019)
Riskanter Konsum von Alkohol am Arbeitsplatz hat Folgen und verursacht einen volkswirtschaftlichen Gesamtschaden in Deutschland von jährlich knapp 30 Milliarden Euro.
(Quelle: Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) (Hrsg.) 2013: Fehlzeiten-Report 2013. Verdammt zum Erfolg - Die süchtige Arbeitsgesellschaft? Springer Verlag. S. 3)
Der Produktivitätsverlust ist immens: problematisch Konsumierende fehlen 4-8 Mal häufiger und bei Personen mit einem Alkoholproblem wird der Produktivitätsverlust laut der Internationalen Arbeitsorganisation ILO auf ca. 15% geschätzt.
(Quelle: World Health Organisation (WHO) (Hrsg.) (2012). Alcohol and the workplace. Online verfügbar unter: http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0009/191367/8-Alcohol-and-the-workplace.pdf (abgerufen am 30.04.2019)
Jeder 3. Arbeitsunfall ist auf Drogen- oder Alkoholmissbrauch zurückzuführen.
(Quelle: Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) (Hrsg.) 2013: Fehlzeiten-Report 2013. Verdammt zum Erfolg - Die süchtige Arbeitsgesellschaft? Springer Verlag)
Stress im Job führt zu vermehrtem Alkoholkonsum: wer mehr als 48 Stunden pro Woche arbeitet, hat ein 11 Prozent höheres Risiko für riskanten Alkoholkonsum als jemand, der 35 bis 40 Stunden arbeitet.
(Quelle: Virtanen, M., Jokela, M., Nyberg, S. T., & Madsen. (2015). Long working hours and alcohol use: systematic review and meta-analysis of published studies and unpublished individual participant data. Online verfügbar unter: https://www.bmj.com/content/bmj/350/bmj.g7772.full.pdf (abgerufen am 30.04.2019)
Im Berufsleben gelten Alkoholprobleme als die häufigste Ursache bei Fehlzeiten, Leistungseinbußen und Arbeitsunfällen im Betrieb.
Quelle: http://www.aktionswoche-alkohol.de/alkohol-am-arbeitsplatz/ (abgerufen am 30.04.2019)


Angesichts der Tatsache, dass missbräuchlicher Konsum und Sucht am Arbeitsplatz immer noch tabuisiert werden, widmet sich die diesjährige Aktionswoche Alkohol vom 18. – 25. Mai 2019 dem Schwerpunktthema „Kein Alkohol am Arbeitsplatz!“.

„Alkohol gehört nicht an den Arbeitsplatz! Ganz zu schweigen von den gesundheitlichen Schädigungen, die übermäßiger Alkoholkonsum allgemein mit sich bringt, können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht nur sich selbst, sondern auch Kolleginnen und Kollegen beispielsweise durch Arbeitsunfälle in Gefahr bringen. Ich begrüße sehr, dass das Berliner Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben!“ sich mit all seinen Partnern so engagiert für eine vielfältige Aktionswoche Alkohol rund um das Thema Arbeit stark macht!“, betont Dilek Kalayci, Berlins Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung.

„Angesichts des aktuellen Fachkräftemangels muss es Anliegen moderner Unternehmensführung sein, die Gesundheit der Mitarbeiter*innen zu schützen. Das gilt sowohl für ein effektives Stressmanagement als auch für den Umgang mit Alkohol im Unternehmen. Suchtpräventionsexpert*innen bieten  Unternehmen hier wirkungsvolle Handlungsansätze, kompetent nachhaltige Strategien zu entwickeln und umzusetzen“, bekräftigt Kerstin Jüngling, Geschäftsführerin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin.

Sie sind gefragt: „Arbeit, Stress, Alkohol?“
Anlässlich der Aktionswoche Alkohol wird die berlinweite Befragung „Arbeit, Stress, Alkohol?“ durchgeführt, um Berliner*innen Gelegenheit zu geben von Ihren Erfahrungen vom dem Umgang mit Alkohol im Arbeitsalltag zu berichten. Machen auch Sie mit!
Veröffentlichen Sie als Medienvertreter*innen die Berliner Befragung zur Aktionswoche Alkohol 2019:

„Arbeit, Stress, Alkohol?“ – Ihre Meinung ist gefragt!
1. Erleben Sie in Ihrem beruflichen Alltag Stress / Leistungsdruck?
2. Nutzen Sie gelegentlich Alkohol, um zum Feierabend leichter abschalten zu können?
3. Wie wird auf Ihrer Arbeitsstelle / an Ihrem Ausbildungsplatz mit Alkohol umgegangen? Besteht eine 0,0-Promille-Regelung? Wird z.B. zu Geburtstagen mit Alkohol angestoßen?

Voten Sie unter folgendem Link: https://de.surveymonkey.com/r/JV787QN
Die Befragung ist anonym und dauert nur 1-2 Minuten! Herzlichen Dank!
Gerne stellen wir Ihnen als Medienvertreter*innen nach Ende der Befragung die Auswertungsergebnisse zur Verfügung

Berlin engagiert sich!
Berlin ist ein engagierter Partner der bundesweiten Aktionswoche Alkohol. Zahlreiche Institutionen, Verwaltungen und andere Akteure sind aktiv und machen Angebote zur Auseinandersetzung mit den Risiken von Alkohol im Betrieb und regen die Reflektion zum Umgang mit Alkohol am Arbeitsplatz an. Sie bringen Prävention und Hilfe dorthin, wo Berliner*innen arbeiten und leben: Berliner Bezirksämter führen Veranstaltungen in den Bezirksverwaltungen durch, u.a. in Charlottenburg-Wilmersdorf, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Spandau und Treptow-Köpenick. Auch direkt in Unternehmen, im Einzelhandel, bei Beratungsstellen, auf öffentlichen Plätzen oder im Fußballverein werden Aktionen rund um das Thema Alkohol angeboten – und vom Einzelhandelsunternehmen Edeka gibt es wieder in der Aktionswoche Präventions-Einkaufstüten, in diesem Jahr mit der Botschaft „Alkohol für Kinder und Jugendliche kommt uns nicht in die Tüte!“.
Informationen zu den Veranstaltungen in der Aktionswoche Alkohol in Berlin unter www.aktionswoche-alkohol.de  und www.berlin-suchtpraevention.de.

Das Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben!“, im Rahmen dessen die Aktionswoche Alkohol in Berlin durchgeführt wird, ist ein Bündnis der Berliner Bezirke, der Senatsverwaltungen für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie Bildung, Jugend und Familie, der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin, HaLT Berlin und der Landesstelle für Suchtfragen e.V. Unterstützt wird das Landesprogramm von der Polizei Berlin, dem Berliner Fußball-Verband und dem Handelsverband Berlin-Brandenburg.
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