Montag, 23. Oktober 2017


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Präsident Obamas Klimaschutzkampagne setzt weltweit richtige Signale

DEN: "Auch Deutschland sollte mutig den Klimakiller Kohle bekämpfen"

Frankfurt am Main, (lifePR) - Das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V. reagiert erfreut auf die Pläne von US-Präsident Obama, die Emissionen der amerikanischen Kohlekraftwerke drastisch zu reduzieren. "Barack Obama ist als Kämpfer für eine bessere Umwelt- und Klimaschutzpolitik angetreten zu Beginn seiner ersten Präsidentschaft. Die ganze Welt setzte hohe Erwartungen in ihn, aber die meisten wurden zunächst enttäuscht", kommentiert der Vorsitzende des DEN, Dipl.-Ing. Hermann Dannecker. "Es wäre zu wünschen, dass sich das jetzt, gegen Ende seiner zweiten Präsidentschaft, ändert."

Obama hatte in Washington seinen Clean Power Plan vorgestellt. Demnach sollen bis 2030 die Kohlekraftwerke des Landes ihre Emissionen um ein Drittel im Vergleich zu 2005 reduzieren. Bislang gibt es keine Beschränkungen des Schadstoffausstoßes.

"Damit setzen sich die Vereinigten Staaten weltweit an die Spitze der Klimadiskussion. Das ist gut so im Vorfeld des Weltklimagipfels am Jahresende in Paris", sagt der DEN-Vorsitzende. "Obama nutzt eine wichtige Gelegenheit und erhöht auch den Erwartungsdruck auf Schwellenländer wie China und Indien, ihrerseits etwas gegen den CO2-Ausstoß zu tun."

Obama erhöhe aber gleichzeitig auch den Druck auf die EU. Dannecker: "Auch der amerikanische Präsident will ein Emissionshandelssystem nutzen, um den Schadstoffausstoß zu begrenzen. Allerdings wird die Obergrenze der ausgegebenen Zertifikate nicht unrealistisch hoch sein wie in Europa. Obama greift durch. Er will den Kohleausstieg."

Das werde in den USA für innenpolitische Aufregung sorgen: "Es wird keinen Kampf, es wird eine Schlacht geben in den USA zwischen Demokraten und Republikanern. Dagegen sind die Diskussionen in Deutschland um einen langfristigen Kohleausstieg beiläufige Scharmützel..."

Obamas Initiative sollte auch den Deutschen Mut machen, offensiv für eine moderne Klimapolitik einzutreten und den Klimakiller Kohle rasch zu bekämpfen, meint der Ingenieur: "Dezentrale und klimafreundliche Energieerzeugungsanlagen sind die Alternative. Und die schaffen mindestens so viele Arbeitsplätze wie durch die Dinosaurier-Technologien verfallen", ist Dannecker überzeugt.

Der DEN-Vorsitzende: "Vielleicht will sich Obama nach vielen Enttäuschungen ja auf den letzten Drücker noch einen Platz bin den Geschichtsbüchern sichern. Wenn er es schafft, als 'Klimapräsident' in Erinnerung zu bleiben, hätte er nicht nur den USA einen Dienst erwiesen."

Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. ist ein Zusammenschluss von über 700 Ingenieuren, Architekten und Technikern. Alle Mitglieder verbindet das gemeinsame Arbeitsgebiet der Beratungs- und Planungsleistungen zur effizienten Energienutzung und Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebestand, der Wohnungswirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie für Kommunen. Ihre Beratung erbringen sie neutral und unabhängig.

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