Hochschulische Ausbildung für Hebammen ein erster Schritt, dem die Akademisierung der Therapieberufe folgen muss!

(lifePR) ( Köln, )
Der Deutsche Verband für Physiotherapie begrüßt ausdrücklich den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Reform der Hebammenausbildung und die Umsetzung einer vollständigen Akademisierung dieses Berufes. Damit kommt die Bundesregierung nicht nur ihrer Pflicht nach, die Vorgaben der Europäischen Union aus dem Jahr 2005 umzusetzen (Richtlinie 2005/36/EG), sondern setzt ein Zeichen für eine Anpassung medizinischer Ausbildungen an internationale Standards.

Ab 2020 werden Hebammen in Deutschland in einem dualen Studium ausgebildet. Auch für die Physiotherapie ist ein Studium seit Jahren internationaler Standard – nur in Deutschland noch nicht. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Denn: Auch Physiotherapeuten leisten einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung der Menschen in Deutschland. In 12 von 16 Bundesländern herrscht allerdings bereits heute ein akuter Fachkräftemangel in der Physiotherapie. Patienten müssen teilweise lange Wartezeiten in Kauf nehmen, weil Physiotherapeuten in der ambulanten Versorgung fehlen. Der Grund: Die Rahmenbedingungen für den Beruf des Physiotherapeuten sind nicht attraktiv genug. In vielen Fällen fallen Kosten bis zu 15.000 Euro für die Ausbildung an und der Verdienst zum Berufsstart ist mit durchschnittlich 2.100 Euro brutto für eine Vollzeitstelle ebenfalls nicht überzeugend.

Das Hebammengesetz setzt hier die richtigen Signale für junge Menschen. Die Hebammenausbildung soll attraktiver und moderner werden. Das ist das Ziel des Hebammenreformgesetzes, das am 15. Mai 2019 im Bundeskabinett beschlossen wurde. Diese Aufwertung des Berufes benötigt die Physiotherapie ebenfalls – zum Wohle der Patienten.

Zum Hintergrund: Es gibt seit 2009 primärqualifizierende Modellstudiengänge für die Physiotherapie. Eine Überführung des grundständigen Studiums wäre also nach zehn Jahren längst überfällig und könnte im Zuge der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigten Novellierung des Berufsgesetzes im Bereich der Physiotherapie zeitnah umgesetzt werden.

Ähnlich wie bei den Hebammen könnte es auch im Bereich der Physiotherapie Übergangsregelungen geben, die festlegen, wie die bislang fachschulische Ausbildung von Physiotherapeuten in eine hochschulische Ausbildung überführt wird.

„Es geht um die Attraktivität unseres Berufes und um eine Sicherung der therapeutischen Patientenversorgung“, unterstreicht Andrea Rädlein, Vorsitzende des Deutschen Verbandes für Physiotherapie, die Forderung nach einer hochschulischen Ausbildung für Physiotherapeuten nach internationalem Standard.
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